Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Altes Schloss Brünninghausen

Erhaltung der Ausgrabungen stellt Stadt vor knifflige Aufgaben

BRÜNNINGHAUSEN Bei Ausgrabungen am Rombergpark sind Teile des alten Schlosses Brünninghausen und Reste eines Burghauses freigelegt worden. Diese Gemäuer sollen dauerhaft erhalten bleiben - doch das stellt die Denkmalbehörde vor knifflige Aufgaben.

Erhaltung der Ausgrabungen stellt Stadt vor knifflige Aufgaben

ie Reste des Burgturms, die im Rombergpark ausgegraben wurden, stammen aus dem 16. Jahrhundert. Sie sollen für die Öffentlichkeit erhalten bleiben.

Ein Publikumsmagnet sind sie jetzt schon, die Ausgrabungen im Bereich des Torhauses Rombergpark. Hier, wo im nächsten Jahr der neue Bachlauf der Schondelle verlaufen soll, haben fleißige Archäologen Teile des alten Schlosses freigelegt.„Die vorgesehenen Ausgrabungen sind abgeschlossen“, sagt Dr. Henriette Brink-Kloke von der unteren Denkmalbehörde. Freigelegt worden sind vier Bauteile des alten Schlosses Brünninghausen aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Und ein Teil davon hat gute Chancen auch in Zukunft für die Nachwelt sichtbar erhalten zu bleiben.

Es sind die ältesten Ausgrabungen, die gut erhaltenen Grundmauern eines Turmes, „die wir auf jeden Fall erhalten wollen. Das Bauwerk stammt aus dem 16., spätestens aber aus dem 17. Jahrhundert“, so Brink-Kloke. Zudem hat man Reste eines angrenzenden Burghauses gefunden, das ebenfalls aus dieser Zeitrechnung stammte. Integriert waren die älteren Gebäude in dem Gesamtkunstwerk Schloss Brünninghausen, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Die Gräfte des alten Wasserschlosses wurde mit Schutt verfüllt, Steine aus den Schlossmauern wurden später im Tierpark verwendet.  

 Jetzt kommt das Alte wieder ans Licht und soll auf jeden Fall erhalten bleiben. „Wie das umsetzbar ist, wird zurzeit geprüft“, sagt Henriette Brink-Kloke. „Die Verwaltungsspitze ist ganz angetan von der Idee.“ Aber der Erhaltung stehen einige Hürden im Weg.So stehen die Grundmauern des Turmes genau in dem angedachten neuen Bachbett der Schondelle. „Und die Schondelle hat ja nicht beliebig Platz um auszuweichen. Das ist alles ziemlich eng.“ Bei Hochwasser oder nach einem stärkeren Regenguss würde das Wasser des Baches gegen den Turmrest knallen. „Hier muss ein Schutz eingeplant werden“, so die Archäologin.

 Also was tun? Man könnte, um den Turmrest zu erhalten, Teile der Schondelle in ein Rohr legen, aber das sei ja nicht Sinn der Sache, so Brink-Kloke. Der Bach solle ja renaturiert werden. Auch eine Möglichkeit, der man sich bei der Freilegung der Reste der Hörder Burg bediente, falle aus. „Die sind ja durch eine Art Kasten baulich gesichert. Das würde hier nicht funktionieren, denn der Rombergpark ist ja als englischer Landschaftsgarten angelegt“, sagt Brink-Kloke.  Tiefbauamt, Planungsamt und Untere Denkmalbehörde haben jetzt die knifflige Aufgabe zu lösen, wie einerseits die Renaturierung der Schondelle und andererseits die Erhaltung des alten Turmrestes unter einen Hut zu bekommen sind.

„Hier wird es jetzt in den nächsten Monaten eine Lösung geben“, so Brink-Kloke. Bis dahin müssen die Archäologen sogar noch einmal die Schüppe in die Hand nehmen. Denn der Schondelle-Wall, der in Richtung Teich schon modelliert wurde, muss noch um einige Meter in Richtung Süden versetzt werden – und da müssen erst wieder die Archäologen ran, um zu schauen, ob hier auch noch Reste des alten Schlosses zu finden sind.  

Altes Gemäuer


Orte:

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Bundespolizei sucht Zeugen

85-Jährige von Bahnschranke am Kopf getroffen

BRÜNNINGHAUSEN Eine 85-jährige Dortmunderin ist am Sonntagnachmittag am Bahnübergang am Rombergpark von einer Schranke am Kopf getroffen und schwer verletzt worden. Das Opfer sagt, die Schranke sei "wie ein Geschoss" auf sie gefallen. Die Bahn konnte keinen technischen Fehler feststellen. Eine Anwohnerin berichtet hingegen von regelmäßigen Defekten.mehr...

"Romberghöfe"

Bauprojekt dauert zu lang - Initiatoren sind mit Geduld am Ende

BRÜNNINGHAUSEN Sie wollen das Handtuch werfen, wenn nicht bald etwas passiert. Sie, das sind die Initiatoren der geplanten Romberghöfe, die zunächst ein Hotel, Gastronomie samt Brauerei auf dem Areal des früheren Gutshofs Brünninghausen im Botanischen Garten Rombergpark bauen wollen. Was bisher "nicht passiert" ist, ist die angekündigte neue barrierefreie Fußgängerbrücke über der Bundesstraße 54.mehr...

Rombergpark

Feuerwehr pumpt zwei Millionen Liter Wasser in Teich

BRÜNNINGHAUSEN Solche Pump-Einsätze hat die Feuerwehr Dortmund nicht alle Tage: Normalerweise wird sie nur gerufen, um Wasser abzupumpen, etwa aus vollgelaufenen Kellern. Doch am Mittwochnachmittag rückte sie aus, um etwas aufzufüllen: einen Teich im Romberg - mit sage und schreibe zwei Millionen Litern.mehr...

Not-Kaiserschnitt

Arzt der Frauenklinik operierte Orang-Utan-Dame

BRÜNNINGHAUSEN Dr. Bernd Hanswille, Leitender Oberarzt in der Frauenklinik des Dortmunder Klinikums, ist vor kurzem in Sekundenschnelle vom Humanmediziner zum Tierarzt geworden. Orang-Utan-Dame Suma brauchte Hilfe - und er half. Aber ein wirkliches Happy End gab es nicht.mehr...

Schaf-Nachwuchs

Das sind die neuen Wollknäuel im Dortmunder Zoo

BRÜNNINGHAUSEN Fünf kleine Schäfchen - drei schwarze, ein braunes und ein weißes - sind in der Woche nach Ostern auf dem Bauernhof des Dortmunder Zoos zur Welt gekommen. Das teilte der Zoo jetzt mit. Es sind kleine Skudden - das ist eine der ältesten Hausschaf-Rassen. Wir zeigen die kleinen Wollknäuel.mehr...

Hagener Straße

Bombe an der Hagener Straße erfolgreich entschärft

BRÜNNINGHAUSEN Eine 250 Kilo schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Dienstagabend in Dortmund erfolgreich entschärft worden. Der Blindgänger war am Dienstagnachmittag an der Hagener Straße entdeckt worden. 1300 Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Entschärfung dauerte 40 Minuten.mehr...