Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Zum Abriss des "Soundgarden"

Erinnerungen an eine Legende des Dortmunder Nachtlebens

DORTMUND Mit dem Abriss des "Soundgarden" verschwindet ein Stück Dortmunder Party-Geschichte. Tausende Menschen verbinden ihre ganz persönlichen Erinnerungen mit dem Feier-Tempel im Gerichtsviertel. Auch unser Autor Felix Guth. Eine Multimedia-Hommage an einen untergegangenen Sehnsuchtsort

/
Dieses Bild entstand 2004 im Soundgarden.

Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.

Es ist ein bisschen sonderbar, dieses Gefühl, einen Ort verschwinden zu sehen, der einem früher einmal etwas bedeutet hat. Der

spült viele Erinnerungen an goldene Jahre wieder nach oben. Immerhin: In meinem Wehmut bin ich nicht allein. Also noch ein letztes Mal fertigmachen und ab in die Disko. Als ich an diesem Herbsttag die Bagger über dem Gebäude kreisen sehe, startet der Film im Kopf.

So läuft der Abriss des Soundgarden-Gebäudes

Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.
Ende einer Kult-Disco: Acht Jahre nach der Schließung wird das Gebäude des ehemaligen Soundgardens abgerissen.

Dass ich hier tanzen war, mag mindestens zehn Jahre her sein, schon die letzten Jahre vor der Schließung sind an mir vorbeigegangen. Doch wie ich hier so stehe, mit Helm und greller Weste, kurz fühlt es sich so an, als wäre ich gerade erst losgezogen. Wie in diesen Tagen zwischen kurz vor volljährig und der Illusion der Allwissenheit der frühen Zwanziger. Das Szenario: Ein Donnerstag- oder Freitagabend, auf der Suche nach frischen und legendären Rock-Hits. Vorbei an den Mauern des Gefängnisses, die immer mit leeren Bierflaschen gesäumt war. Auf den großen Schotterplatz, den Vorhof der Heiterkeit. Hinein in die Hallen, die eigentlich immer aussahen, als gehörten sie unverzüglich geschlossen.      Drinnen wartet (aus damaliger Sicht) gute Musik, günstiges Bier und die Freiheit einer Disco ohne Dresscode. Ob lange Haare und Heavy-Metal-T-Shirt, breite Hip-Hop-Buxe oder grelles Raver-Outfit – wer sich nicht ganz daneben benimmt, darf bleiben. 

Gleichzeitig sind diese Feier-Zeiten auch auf eine spezielle Art eine der frühen Routinen des Lebens. Das Vorglühen, das Warten auf die Hits, der Party-Countdown von „Zehn“ auf „Null“ und dann hinein in Too Strongs „Rabenschwarze Nacht“. Die Kellner, die DJs, die Türsteher. Vor allem: Die Toilettenfrau, die mit einem kompletten Kiosk vor den gekachelten Räumen saß und mit Snickers, Kaugummi oder einer Schachtel Kippen manch einen Abend gerettet hat.

Der „Sound“ war Freiheit für ein paar Stunden. Und doch häufig etwas mehr als ein sinnloser Sündenpfuhl. Er war ein absolut ernstzunehmender Konzert-Ort: Daft Punk, Nickelback, Weezer, Tocotronic sind nur einige Namen. Ich kenne heute noch funktionierende Ehen, die hier begründet wurden. Ich kenne Freundschaften, die sich hier fanden. Leben, die hier verändert wurden.

So wie das von André Schirmer. Als im März 2006 der Laden schloss, stand er in der großen Halle am DJ-Pult. An das er nur kam, „weil ich nicht wirklich tanzen konnte und dem DJ so lange auf die Nerven gegangen bin, bis er mich nach einem Jahr hat auflegen lassen“. Dieser DJ gehört heute zu seinen engsten Freunden, sie legen immer noch gemeinsam auf. „Vom ersten Tag an hat mich diese Diskothek fasziniert und tut es auch heute noch“, sagt Schirmer.

So sah es einmal im Soundgarden aus

Unser Fotograf Dieter Menne hat dieses Bild 2004 im Soundgarden gemacht.
Dieses Bild  entstand 2004 im Soundgarden.
André Schirmer war in der Endphase des Soundgardens einer der DJs der Disko. Er hat uns einige Fotos zugeschickt.
André Schirmer war in der Endphase des Soundgardens einer der DJs der Disko. Er hat uns einige Fotos zugeschickt.
André Schirmer war in der Endphase des Soundgardens einer der DJs der Disko. Er hat uns einige Fotos zugeschickt.
André Schirmer war in der Endphase des Soundgardens einer der DJs der Disko. Er hat uns einige Fotos zugeschickt.
Unsere Leserin Maike Laube schickte uns dieses Foto vom Soundgarden.
André Schirmer war in der Endphase des Soundgardens einer der DJs der Disko. Er hat uns einige Fotos zugeschickt.
André Schirmer war in der Endphase des Soundgardens einer der DJs der Disko. Er hat uns einige Fotos zugeschickt.
André Schirmer war in der Endphase des Soundgardens einer der DJs der Disko. Er hat uns einige Fotos zugeschickt.

So geht es vielen, bemerkenswert vielen Menschen aus der Region. Ganz gleich, ob sie die Hallen an der Bremer Straße als „Hades“, „Miami“ oder „Soundgarden“ erlebt haben. Sie denken an Zeiten zurück, die – man mag sich noch so jung fühlen – unwiderruflich vorbei sind. Das ist gut so, weil mit Anfang 30, Mitte 40 oder älter vieles mehr Sinn ergibt, als vor zehn Jahren. Das ist traurig, weil diese Sinnsuche ja auch spannend ist.

Genug der Nostalgie, man will ja auch nicht klingen, als läge man schon fast in der Kiste. Die Art, wie man Feste feiert, verändert sich eben. Für das Ende das Soundgardens gab es gute Gründe. Genauso wie dafür, hier ein Wohnviertel zu bauen, statt die alte Halle verfallen zu lassen.

Der Soundgarden kurz vor dem Abriss

Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.
Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.
Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.
Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.
Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.
Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.
Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.
Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.
Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.
Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.
Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.
Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.
Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.
Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.
Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.
Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.
Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.
Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.

Aber Erinnern ist erlaubt. Nach dem ersten Berichten über den Abriss ergießt sich bei Facebook eine Flut von alten Bildern, Verzehrkarten und vielen Anektdötchen. Erinnerungen an einen „tollen Lebensabschnitt“, an „Zopf, den Türsteher“, an viele Weggesellen. Daneben stehen häufig Symbole mit traurigen Gesichtern.  „So viele tolle Menschen dort kennengelernt und viele Momente erlebt. Da stirbt etwas ganz Großes“, heißt es in einem Kommentar.

Und etwas neues wird geboren: das Hanseviertel. Statt Partymeuten werden bald junge Familien mit Kleinkindern das Gelände des Soundgartens bevölkern. 180 Wohnungen, 83 Eigenheime, familienfreundlich und gut angebunden: Das soll in spätestens drei Jahren die Realität sein, abseits der Hamburger Straße und in Sichtweite zum Gefängnis. Der ehemalige Güterbahnhof-Ost wird zum Wohnviertel.

DORTMUND 180 Wohnungen, 12.000 Quadratmeter, 44 Millionen Euro Kosten: Das sind die Eckdaten des neuen "Hanseviertels", das bis 2017 im Gerichtsviertel entstehen soll. Es wird sogar dem Kreuzviertel Konkurrenz machen - meint zumindest der zuständige Architekt.mehr...

/
Dieses Bild entstand 2004 im Soundgarden.

Bilder aus dem Soundgarden in den Wochen vor dem Abriss.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Geplante Akademie für digitales Theater

"Wir sollen die Stadt sein, wo der heiße Scheiß gezeigt wird"

Dortmund Dortmund soll Vorreiter für digitales Theater in Deutschland werden: Schauspielchef Kay Voges plant ein Forschungslabor für digitale Techniken für das Theater. "Wir sollen die Stadt sein, wo der heiße Scheiß gezeigt wird", sagt er. Die Stadtverwaltung sieht das offenbar auch so - und sucht bereits ein passendes Gebäude.mehr...

Fotos von der öffentlichen Probe

"Hairspray" in der Oper wird schnell und bunt

DORTMUND Vor 25 Jahren gab Hannes Brock als Zaza im Musical „La cage aux folles“ ein großartiges Debüt im Opernhaus. Die neue Rolle des Kammersängers ist wieder eine Frauenrolle, als Mutter Edna im Musical „Hairspray“. Die Eindrücke von der öffentlichen Probe deuten darauf hin, dass es eine schnelle, bunte Inszenierung wird.mehr...

Open-Air-Kino im Westfalenpark

18.000 Besucher kamen zum "PSD Bank Kino"

DORTMUND Die Organisatoren des "PSD Bank Kinos" im Westfalenpark ziehen eine positive Bilanz der Saison 2017: Rund 18.000 Zuschauer kamen zu den Filmen, die bis Sonntag über einen Monat lang an der Seebühne gezeigt worden waren - bedeutend mehr als im Jahr zuvor.mehr...

25. bis 27. August

Unsere Höhepunkte des Micro-Festivals auf dem Friedensplatz

DORTMUND Das Micro-Festival vom 25. bis 27. August bringt wieder fröhliche Musik, schillerndes Straßentheater und mitreißende Auftritte für Kinder auf den Friedensplatz. Wir versuchen das Unmögliche: die Höhepunkte aufzuzählen aus einem Programm, das nur aus Höhepunkten besteht.mehr...

Elektronische Musik

"Syndicate"-Festival zog 18.000 Menschen nach Dortmund

DORTMUND Zum elften Mal hat am Samstag das bundesweit größte Festival für elektronische Musik in den Westfalenhallen stattgefunden. Nicht einfach nur elektronische Musik - sondern harte elektronische Musik. Solche, die den Fans nicht zu laut und nicht zu schnell sein kann. Wir waren mit der Kamera dabei.mehr...

Freitag am Signal Iduna Park

BVB startet mit großem Familienfest in die Saison

DORTMUND Das Warten hat ein Ende: Am Freitag startet der BVB offiziell in die neue Saison - und das wird von 12 bis 18 Uhr auf dem Parkplatz A7, direkt vor dem Nordeingang des Signal Iduna Parks, ausgiebig gefeiert. Der Andrang zum schwarzgelben Familienfest wird groß sein. Das hat auch Auswirkungen auf den Verkehr rund ums Stadion.mehr...