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Erstklassige Leistungen

Ihren 60. Geburtstag feierte die Kantorei am Sonntag in der voll besetzten Marienkirche.

Von Beginn an herrschte hohes Niveau. Majestätisch entfaltete der Chor die Kyrie von Bachs Missa F-Dur. Gleichsam das Gloria: Hervorragend eingespielt, gelang das Wechselspiel zwischen Chor, Bläsern, Violinen und Bass-Streichern mit changierenden Übergängen und akzentuierter Dynamik. Allein die Besetzung war etwas unausgewogen: Zwei Violinen (Frank Rudolph, Kathrin Averdung) hatten mitunter Mühe, sich gegen das Blechbläserquintett akustisch durchzusetzen.

Prägnante Einzelstimmen folgten. Hartmut Ernst überzeugte mit mitreißendem, vibrierendem Bass. Fein modellierend spannte Sopranistin Gudrun Tollwerth-Chudaska effektvolle Kontraste zur Begleitung von Oboe und Fagott. Mit kunstvollem Ton und aparter Farbe glänzte Sabine Tolivers Alt-Solo - ein seltener Genuss klassischer Kompositionen.

Im folgenden Concerto in F des böhmischen Komponisten Johann Baptist Vanhal traten die Instrumentalisten in den Vordergrund. Durch weitgehenden Verzicht auf eine individuelle Interpretation hob Leiterin Ruth Jürging besonders den spannungsreichen Dialog der Stimmen hervor: Der variable, ausdrucksvolle Klang der Violinen gegenüber der rhythmischen Eleganz des Orgelpositivs (Li-yu Lemberg-Chen).

Nach gemessener Würde ein fast feuriges Finale: Mozarts "Vesperae solennes de Dominica", bei dem auch Tenor Stephan Boving die Gelegenheit nutzte, seine Klasse zu unterstreichen. Die eindrucksvolle Präzision des professionellen Orchesters ergänzte der Chor mit durchgehend sauberer Leistung und einzelnen Glanzpunkten: Wie die Sänger die schnellen, ansteigenden Sprünge des "Gloria Patri et Filio..." am Ende des zweiten Satzes meisterten, ist herausragend.

Im Zusammenklang überwogen Genauigkeit und Kompositionstreue, vor allem Mozarts "Vesperae" klang ungewohnt sanft. Tilman Abegg

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