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Erzieherinnen fürchten das "KiBiz"

IM SÜDEN Es wurde gerungen, diskutiert und protestiert: Doch der Widerstand der Erzieherinnen und Erzieher half nichts. Seit dem 1. August gilt das Kinderbildungsgesetz (KiBiz). Das Kita- und Kiga-Personal im Dortmunder Süden ist verunsichert.

Erzieherinnen fürchten das "KiBiz"

Kleine Patienten im Kindergarten: Viele Erzieher fragen sich, ob das KiBiz wirklich "gesund" ist für ihre Einrichtung.

  „Es ist ein Spargesetz“, sagt Ingrid Moryson, Leiterin der freien Kindergruppe „Klabauterkinder“ an der Overgünne in Benninghofen. Sie lehnt das KiBiz ab. Auch deswegen, weil vorher zu wenig über die Veränderungen informiert wurde. „Viele Dinge sind unklar. Es herrscht eine allgemeine Verunsicherung“, fasst Moryson zusammen. So sei beispielsweise die Bezahlung der Anerkennungspraktikanten nicht geregelt. Statt der vom Familienministerium angekündigten Verbesserungen rechnet Moryson mit Nachteilen – vor allem für das Personal. „Ältere Mitarbeiter werden benachteiligt, weil sie teurer sind. Das KiBiz verlangt eigentlich junge Erzieherinnen mit viel Erfahrung.“ Ein Paradoxon, sagt Moryson. „KiBiz ist eine Rechenaufgabe mit lauter Unbekannten.“ Auch Marion Büker, Leiterin des Bewegungskindergartens Wirbelwind in Schüren, hält das KiBiz für unausgereift. „Leute am Schreibtisch haben sich das ausgedacht. Der Bezug zur Praxis fehlt“, sagt Büker. Zwar begrüßt sie grundsätzlich die flexibleren Betreuungszeiten, für Eltern sei dies ein großer Vorteil. Berufliche Veränderungen werden schwieriger Gleichzeitig befürchtet sie: „Eines Tages werden wir nur noch als Honorarkräfte arbeiten.“ Auch eine berufliche Veränderung würde für die Erzieherinnen ab jetzt schwieriger. „Wechselt man den Job, wird man wieder als Berufsanfänger eingestuft und verdient viel weniger“, sagt Büker. Ralf Schlüter, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Süd, teilt die Sorgen der Mitarbeiterinnen: „Für die Einrichtungen wird es schwierig, mit den Zuschüssen auszukommen. Ein länger Verlauf vor Inkrafttreten des Gesetzes wäre wünschenswert gewesen.“ Was KiBiz noch bringt, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen.   „Die Eltern und Kinder haben von den Veränderungen noch kaum etwas mitbekommen“, sagt Ingrid Moryson von den Klabauterkindern. Sie befürchtet: „Das ganze Ausmaß ist noch nicht erkennbar.“

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