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Betrüger festgenommen

Es machte "Klick" beim Enkeltrick

DORTMUND Ein Trickbetrüger wollte Erich Kaiser mit dem Enkeltrick aufs Kreuz legen. Kaiser aber drehte den Spieß um, er hatte von der fiesen Masche in der Zeitung gelesen. Der Täter wurde festgenommen.

Es machte "Klick" beim Enkeltrick

Erich Kaiser sollte Opfer eines Trickbetrügers werden. Zum Schein ließ er sich auf seinen Anrufer ein.

Schon bei der Eingangsfrage am Telefon „Rate mal wer hier ist?“, war Erich Kaiser klar, dass es sich bei dem Anrufer um einen Betrüger handeln muss. „Man liest ja oft genug in der Zeitung, wie diese Gauner vorgehen.“ Doch anstatt einfach aufzulegen, entschloss sich der pensionierte Bauingenieur den Unbekannten seinerseits in eine Falle zu locken. Mit einem hezlichen „Ach, Andreas, du bist es“, täuschte er vor, seinen Gegenüber erkannt zu haben und setzte so das Gespräch in Gang. In dessen Verlauf kam der Anrufer dann auch, wie erwartet, schnell zur Sache. „Er tischte mir eine fadenscheinige Geschichte von einem Pkw-Kauf auf, für die er dringendst noch 17 000 Euro benötigen würde, weil ihm sonst die bereits gemachte Anzahlung verloren ginge“, erinnert sich Kaiser. Der "Neffe Andreas" Zum Schein ließ sich der 75-Jährige auf das Verlangte ein und versprach umgehend zur Bank zu gehen, den Betrag abzuheben und dem Bekannten, den sein „Neffe“ schicken wollte, zu übergeben. Doch anstatt sich auf den Weg zu machen, verständigte Kaiser die Polizei. Und zwar ganz clever per Handy und nicht über Festnetz. Denn der vermeintliche „Neffe Andreas“ rief kurz nach dem ersten Gespräch in kurzen Abständen noch mehrmals an. „Wohl um zu überprüfen, ob ich die Polizei anrufen würde.“ Die war da aber, wie erwähnt, schon verständigt. Ein wenig mulmig „Ein wenig mulmig war mir natürlich schon vor der Aktion, denn schließlich war ja von den Beamten die ganze Zeit über nichts zu sehen“. Das änderte sich allerdings schlagartig als Kaiser dem Unbekannten den vorbereiteten Umschlag übergab. „Plötzlich tauchten drei Beamte auf und überwältigten den Mann“, so der Senior. „Das war schon beeindruckend. Ich weiß gar nicht, wo die so schnell herkamen“, lobt er die Arbeit der Polizei. Die gibt das aber gleich an den pfiffigen Senior zurück: „Das umsichtige und vorausschauende Verhalten des 75-Jährigen kann von unserer Seite aus gar nicht genug gelobt werden“, so eine Polizeisprecherin.

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