Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Ex-Schauspielchef Huonder bewirbt sich erneut

DORTMUND Zeitgleich mit dem Start der neuen Schauspiel-Saison beginnt die Suche nach dem neuen Schauspielchef. Und als Nachfolger von Michael Gruner ab Sommer 2010 hat sich auch ein guter alter Bekannter beworben: Guido Huonder, Schauspieldirektor von 1985 bis 1991.

Ex-Schauspielchef Huonder bewirbt sich erneut

Guido Huonder vor 20 Jahren bei Proben zu Taboris ?Mein Kampf? in der Kaue der Zeche Minister Stein.

Huonder ist inzwischen 66, aber beruft sich auf seinen „Ziehvater“ George Tabori. Auch der sei mit über 70 Jahren in Wien noch einmal Theaterdirektor geworden. Seine Arbeit und Ära, die in die von Generalintendant Horst Fechner fiel, ist unvergessen. Unter Leitung des streitbaren Theatermannes eröffnete das Schauspiel das umgestaltete Haus und hob dort Dauerbrenner wie die „Liebesperlen“ (1990), die „Magd Zerline“ mit Helga Uthmann (1987), das „Weiße Rössl“ (1987), den „Kontrabass“ von Süskind oder Shows mit Jürgen Uter aus der Taufe. Alles Stücke, die sich Jahre oder Jahrzehnte lang auf den Spielplänen gehalten haben. Noch zur letzten „Magd Zerline“ im Dezember 2007 war Huonder aus Wien angereist. Unvergessen sind seine Inszenierung von Taboris „Mein Kampf“, seine Pasolini-Tage und die Klassiker-Aufführungen von Shakespeare („Hamlet“), Goethe „(Faust“) und Kleist („Käthchen“). Es war eine spannende Zeit, die von der Schließung des Schauspiels bedroht war, eine lebendige Theater-Ära mit Inszenierungen voller Anspielungen und Provokationen, in denen auch mal Fäkalien auf der Bühne lagen.Sieben Initiativbewerbungen - eine davon ist die von Huonder Die Kommission, die den Schauspielchef vorschlägt, konstituiert sich gerade. Zu ihr gehören die kulturpolitischen Sprecher der Fraktionen und Birgit Jörder als Kulturausschussvorsitzende. Kulturdezernent Jörg Stüdemann will noch drei bis vier Experten aus dem Theaterleben einladen. „Es gibt sieben Initiativbewerbungen, die von Guido Huonder ist eine davon“, so Stüdemann: „Er hat alle Ausschussmitglieder, Frau Jörder und den Oberbürgermeister angeschrieben und schon mehrfach auch angerufen.“ Die Kommission mache auch eigene Vorschläge, außerdem werde die Stelle in den nächsten Tagen ausgeschrieben. „Wir müssen abwägen, welches Profil das Haus bekommen soll. In den Nachbarstädten gibt es starke Persönlichkeiten in den Leitungsfunktionen der Häuser.“ Es sei wünschenswert, wenn der neue Chef Ende des Jahres feststünde, weil dann die Schauspieler entscheiden könnten, ob sie bleiben und der neue Direktor festlegen könne, mit wem er zusammenarbeiten möchte.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Raubüberfälle auf Senioren in Bövinghausen

77-Jährige will jungem Täter das Handwerk legen

Bövinghausen Ein Junge versucht, eine ältere Dame in Bövinghausen zu bestehlen. Die 77-Jährige ist empört. Über die dreiste Tat – aber auch über Leidensgenossinnen, die sie viel zu bequem findet. Bei Raubüberfällen appelliert an die Senioren: „Wehrt euch!“mehr...

Polizeieinsatz in der Nordstadt

Person bei Auseinandersetzung mit Waffen schwer verletzt

Dortmund Mehrere Personen sind am späten Sonntagabend in der Dortmunder Nordstadt aneinandergeraten. Erst fielen Schüsse - dann kam es zur Auseinandersetzung. Die Beteiligten benutzen gleich mehrere Waffen. mehr...

Feueralarm im Theater Dortmund

Fehlalarm im Theater unterbricht zwei Vorstellungen

DORTMUND Zwei Vorstellungen des Dortmunder Theaters mussten am Sonntagabend unterbrochen werden: Der Feueralarm schrillte, die Zuschauer mussten raus. Besonders die Besucher des Stückes „Biedermann und die Brandstifter“ konnten in dem Moment kaum die Bühnenhandlung von der Realität unterscheiden.mehr...

Einbrüche in Keller in der Nordstadt

Einbrecher erbeutet Staubsauger – und wird festgenommen

Dortmund In der Nacht zu Sonntag stieg ein Einbrecher gleich in zwei Keller in der Nordstadt ein. Ein aufmerksamer Nachbar bemerkte den Einbrecher und meldete ihn der Polizei. Daraufhin erwischten die Beamten den Täter auf frischer Tat.mehr...

Zwei neue Messen in den Westfalenhallen

Influencer und Serienstars kommen nach Dortmund

DORTMUND Zwei Messen feiern in diesem Jahr Premiere in den Westfalenhallen. Bei der einen geht‘s ums Aussehen, bei der anderen um Comics, Serien und Filme. Zu beiden kommen viele Stars.mehr...

Kontrollen gegen Raser-Szene in Dortmund

60-Jähriger mit 172 bei erlaubten 100 km/h gemessen

Dortmund Im Kampf gegen die Raser-Szene hat die Polizei am Wochenende Autos in Dortmund kontrolliert. Rund 70 Fahrzeuge wurden technisch überprüft, über 150 wurden mit überhöhter Geschwindigkeit angehalten. Den Rekord hält ein 60-Jähriger.mehr...