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Neue, moderne Stadtbahnen für Dortmund

Fahrgäste können Stadtbahnen bald selber absenken

Dortmund DSW21 investiert 195 Millionen Euro in moderne Stadtbahnen in Dortmund. Während der Großteil der bisherigen Stadtbahn-Flotte modernisiert wird, werden 24 Fahrzeuge komplett neu gebaut – mit einigen Neuerungen für die Fahrgäste.

Fahrgäste können Stadtbahnen bald selber absenken

Nach der Aufstockung ihrer Flotte wollen die Stadtwerke auch die U47 häufiger mit zwei Wagen fahren lassen. Foto: Gregor Beushausen

Es ist vollbracht. Nach dreijährigen Vorlaufarbeiten konnte DSW21-Verkehrsvorstand Hubert Jung den Aufsichtsräten am Dienstag mitteilen: Der Auftrag zum Bau 24 neuer Stadtbahnen und der Modernisierung 64 älterer Fahrzeuge ist raus! Kosten: 195 Millionen Euro. Betriebsleiter Ralf Habbes spricht von der „größten Auftragsvergabe seit Jahrzehnten“.

Dabei wird die 74 Wagen große Flotte nicht nur modernisiert. Sie wird auch vergrößert. Die zehn Wagen, die DSW21 1994 aus Bonn gekauft hatte, sind seit 44 Jahren auf den Schienen und werden ausgemustert. Die 64 weiteren Bahnen mit hohem Einstieg (Hochflurbahnen) lässt DSW21 modernisieren. Zudem werden weitere 24 Fahrzeuge komplett neu gebaut. Sie sollen bis Ende 2020 in Dortmund sein. Damit erhöht sich die Flotte auf insgesamt 88 Wagen.

Alle Bahnen, ob modernisiert oder nagelneu, sollen identisch aussehen, gleiche Standards haben und technisch aus einem Guss sein. „Unsere Kunden werden nicht merken, ob es ein neues oder älteres Modell ist“, sagt Habbes.

Die Bahn um drei Zentimeter absenken

Erstmals sollen Stadtbahnen auf die Schiene gesetzt werden, die von den Fahrgästen in eigener Regie über spezielle Tasten drei Zentimeter abgesenkt werden können. Gleichzeitig werden sie mit Böden ausgestattet, die von 100 auf 98 Zentimetern tiefer gelegt sind. Der Vorteil: Die Stolperfalle beim Einstieg von den Bahnsteigen (90 bis 94 Zentimeter hoch) verringert sich teils um die Hälfte auf fünf Zentimeter. Das hilft vor allem Menschen mit Rollatoren, Eltern mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrern.

Sie werden auch mehr Platz finden. Die Sitzplätze werden von 72 auf 56 verringert. Dafür gibt es erweiterte, mit Klappsitzen ausgestattete Sondernutzungsflächen für Rollatoren, Kinderwagen und Elektromotorroller.

Bei roter Leuchte geht nichts mehr

LED-Leuchten an den Türen sollen Gefahren beim Einstieg vermeiden. Leuchten sie grün, kann man in Ruhe einsteigen. Gelb signalisiert „Beeilung, Türen schließen gleich“. Bei Rot geht dann nichts mehr. Weitere Neuerung: Neben herkömmlichen Anzeigen zum Streckenverlauf können Fahrgäste an Monitoren ablesen, an welchen größeren Haltestellen sie zur Weiterfahrt umsteigen können.

Die Elektrotechnik in den Fahrzeugen steuert Kiepe Electric aus Düsseldorf bei, den Auftrag für die Fahrzeugtechnik (Mechanik) hat das Unternehmen Heiterblick aus Leipzig eingefahren. Dort sollen die Wagen neu- beziehungsweise umgebaut werden. „In acht bis zehn Jahren“, sagt Habbes, „ist das letzte Fahrzeug fertig.“

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