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Flachsbach plätschert vor allem im Winter

Flachsbach plätschert vor allem im Winter

<p>Keine nassen Füße holt man sich zurzeit im Bach. Brodersen</p>

Lanstrop Der ökologische Umbau des Flachsbaches ist jetzt abgeschlossen. Als letztes Teilstück wurde der Mittellauf aus seinem Betonbett befreit und naturnah gestaltet. Davon überzeugten sich gestern u.a. Stadtdirektor Ullrich Sierau und Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny in der Gartenanlage Auf der Lauke.

Heinz Pasterny berichtete, dass der Flachsbach ein Gewässer mit Geschichte ist, speiste er doch einst die Gräfte des Gutes Bönninghausen. Infolge des Abbaus durch die ehemalige Ziegelei sei die Quelle des Baches dann versiegt.

Ullrich Sierau staunte nicht schlecht über einen Bach ohne Quelle. Eine weitere Besonderheit im Stadtbezirk Scharnhorst, wo er bereits in Form des Körnebachs das erste Gewässer weltweit kennengelernt habe, das in einem Klärwerk entspringe.

Der Flachsbach ist nun auf seiner gesamten Länge wieder als zusammenhängendes Gewässer erkennbar und erlebbar. Rund 278 000 Euro hatte die Stadt in die Neugestaltung investiert. Zu 80 Prozent wurde die Maßnahme vom Land gefördert. Ullrich Sierau begrüßte den Umbau als weitere Bereicherung für die Naherholung in Lanstrop. Heinz Pasterny dankte den Gartenfreunden für ihre Kooperation.

Eine Kloake ist der kleine Flachsbach glücklicherweise nie gewesen, doch floss er in einem Rohr. Jetzt kann er offen durch die Landschaft plätschern, wenn er denn da ist. Zurzeit bietet sich dem Betrachter nur der Anblick eines trockenen Grabens.

Nach Expertenangaben soll der Flachsbach von November bis März sicher Wasser führen. Das natürlich Bachbett mit seinen Kurven ist auch ein Schutz vor Überflutung und Hochwasser. Dem Wasser bietet sich ein größeres Auffangbecken, und es fließt nicht so schnell wie etwa im Fall einer Betonsohle.

Die Trasse des Flachsbaches beginnt unterhalb der Roten Fuhr, unterquert die Lanstroper Straße, verläuft am Rand der Gartenanlage parallel zum Friedrichshagen und mündet in den Adener Bach östlich der Horstmarer Straße. Bepflanzt wurde sie mit heimischen Bäumen und Sträuchern. u.b.

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