Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Flotte Betten, flinke Klinge

Die Kirchlinder feierten historisch und auch ganz modern

Die vier jungen Fußballer vom DJK Kirchlinde blicken konzentriert wie beim Elfmeter. Ihr Sportgerät: Ein Krankenhausbett auf Rollen. Obendrauf liegt Fahrerin Bea (15), unter sich einen Wassereimer. Diesen gilt es durch den Slalomparcours zu schieben, Wasserverlust kostet Strafsekunden. Die Jungs «am Schub» geben Bea noch einen letzten Klaps auf den Helm, dann knallt der Startschuss im Finale der Stadtmeisterschaften im Bettenrennen. Das Bett schießt los - am Ende reicht es mit 2min1s für einen guten dritten Platz zwischen dem FC Hangeney (1min59s) und dem KSV Kirchlinde (2min11s). «Schieber» Akif (17) nimmt es sportlich: «Egal, der Spaß ist die Hauptsache!» Sieger wurde mit der Gesamtzeit von 1min50s die Mannschaft von «SJD Die Falken»- zum vierten Mal in Folge. Für Läufer Holger Koiteklies ganz klar eine Frage der Herangehensweise: «Wir machen weniger Druck, achten dafür auf technische Feinheiten», plaudert der 27-jährige Routinier aus dem Nähkästchen. Fahrer Andreas Pessing erklärt die Stofftunnel-Schikane, durch den man auf halber Strecke krabbeln muss: «Das ist der Knackpunkt. Viele tragen Knieschoner, aber damit bleibt man nur hängen.» Ein paar Meter weiter geht es ebenfalls sportlich zu: Auf dem historischen Markt kreuzen die «Federfalken» die Klingen zum Duell. Die Disziplin heißt «szenisches Fechten», doch Kostüme, Schwerter und vor allem die Bewegungen der Akteure sehen verdammt echt aus. «Wir zeigen, wie man vor 800 Jahren wirklich gefochten hat», erklärt Olaf Reichmann, der seit einem Jahr ein echter Ritter des deutschen Ordens ist. Hochmeister Hans-Jürgen Glasa, zur Freude des Publikums mit der Zunge ebenso flink wie mit der Klinge, ergänzt: «Es geht um Fechtkunst und Sport, aber auch um Schauspiel und Theater. Wer tanzen kann, kann auch fechten.» Wer wollte, konnte auch selber zum Schwert oder Rapier greifen. Anschließende Stärkung bot der historische Markt zur Genüge, alles hergestellt auf althergebrachte Weise: Honigwein für die Erwachsenen, Bonbons für die Kinder, Wurst, Fisch und Brot (im Angebot: «Furzlaib» mit Zwiebeln für 3 ½ Silberlinge) für alle. Tilman Abegg

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Ärger um das Dortmunder Stadtwappen

Wer darf den Adler künftig nutzen?

Dortmund Irritationen um das Stadtwappen: Im Bestreben, zwei Rechtsextremisten im Rat die Nutzung des Dortmund-Adlers zu verbieten, hat Oberbürgermeister Ullrich Sierau dem Ältestenrat einen Vorschlag präsentiert. Doch der ging den Politikern entschieden zu weit.mehr...

Jack White tritt in der Warsteiner Music Hall auf

Hit-Produzent und Smartphone-Gegner kommt nach Dortmund

Hörde Es ist der erste große internationale Name im Programm der Warsteiner Music Hall (vormals Phoenixhalle): Der US-amerikanische Rockmusiker Jack White kommt am 14. Oktober (Sonntag) in die umgebaute Industriehalle auf dem Phoenix-West-Gelände. Für Zuschauer gelten besondere Bedingungen.mehr...

rnRestaurant-Check: Das Labsal

Trendige schwäbische Hausmannskost im Unionviertel

DORTMUND In einem kleinen Lokal im Schatten des Dortmunder U regiert das Ländle: Das Labsal bietet in Dortmund einzigartige schwäbische Küche. Für unseren Restaurant-Check haben wir uns in die kulinarische Welt der Kässpätzle und Maultaschen gewagt.mehr...

Städtevergleich sieht Ruhrgebietsstädte weit hinten

In Dortmund lässt es sich (angeblich) schlecht leben

Dortmund Eine vom ZDF präsentierte Deutschland-Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos vergleicht die Lebensverhältnisse in Deutschland in 53 Kategorien – von Wirtschaft und Sicherheit bis zu Natur und Gesundheit. Es ist eine weitere Städterangliste, bei der die Tücken im Detail liegen.mehr...

Nach Spielplatz-Sperrung in Bövinghausen

Nägel- und Kleber-Verteiler drohen Kosten von über 10.000 Euro

BÖVINGHAUSEN Am Tag nach dem Fund von Nägeln und einer klebrigen Flüssigkeit auf einem Spielplatz im Dortmunder Stadtteil Bövinghausen läuft die Suche nach den Verantwortlichen. Sollten sie gefunden werden, dürfte es teuer für sie werden.mehr...

Kinderglück verteilt mehr als 1.500 Schulranzen

Schulranzenprojekt hilft bedürftigen Familien

Dortmund Viele Kinder würden am ersten Schultag mit einem Stoffbeutel oder einer Plastiktüte losziehen, wenn es das Schulranzenprojekt von Kinderglück e.V. nicht gäbe. Mehr als 200 Euro kostet ein guter Schulranzen, immer mehr Familien können sich das nicht leisten. Kinderglück verschenkt mehr als 1.500 Sets. Ein riesiger Kraftakt.mehr...

NEU: Die wichtigsten Nachrichten aus Dortmund täglich auf Ihr Smartphone
WhatsApp
Jetzt anmelden