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Flucht vor Skatern: Hausmeister-Neubau kostet 260.000 Euro

APLERBECK Der von Jugendlichen bedrohte und durch Lärm belästigte Hausmeister des Schulzentrums an der Schweizer Allee soll nicht länger an der Skateranlage wohnen – und ein neues Haus bekommen. Die Kosten dafür: 260.000 Euro.

Flucht vor Skatern: Hausmeister-Neubau kostet 260.000 Euro

Die aktuelle Hausmeisterwohnung (im Hintergrund) soll wegen des Skater-Lärms verlegt werden.

Zahlen muss das die Stadt – falls der Rat der Stadt diesem kapitalintensiven Vorschlag der Immobilienwirtschaft folgt. Der Hintergrund: Immer wieder hatte der Angestellte der Stadt die Polizei gerufen, weil unerträglicher Lärm seine Nachtruhe gestört hat. Außerdem fühlte sich der Hausmeister von den Jugendlichen bedroht. Ortstermine der Bezirksvertretung sollten zwischen den Fronten vermitteln, Lärmmessungen den Krach objektiv in Zahlen fassen. Fazit der Stadt:

„Gesundes Wohnen“ sei an dem aktuellen Standort, also gegenüber der Skateranlage, nicht mehr möglich. Das Gymnasium an der Schweizer Allee sammelte sogar 1600 Unterschriften, um den Hausmeister und seinen zuverlässigen „Immer da, immer nah“-Service an dem Standort zu sichern. Erhalten hatte die Unterschriften Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer.

Doch das abends und nachts angefressene Nervenkostüm des Hausmeisters verlangte nach einem schnellen Ende des Skateralarms – so dass schnell die Forderung laut wurde, die inzwischen eröffnete Skateranlage nicht zu bauen. Der 260.000-Euro-Vorschlag der Stadt, dem Hausmeister auf dem Gelände des Gymnasiums vier neue Wände zu bauen, ist am Mittwoch im Schulausschuss des Rates allerdings auf Skepsis gestoßen. Jedenfalls wollten die Fraktionen die Vorlage nicht einfach durchwinken, weil da noch Fragen offen sind. „Wir haben das auf die nächste Ratssitzung am 11. September geschoben“, begründete die schulpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, Ulrike Nolte, gestern den Tritt auf die Bremse. „Das kommt uns doch etwas teuer vor.“

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