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Vogelschützer alarmiert

Flussregenpfeifer-Nachwuchs folgt Eltern auf Baustelle

HÖRDE Küken des Flussregenpfeifers ignorieren im Gewerbegebiet Phoenix-West in Hörde die Absperrungen für einen Firmen-Neubau. Sie folgten ihren fliegenden Eltern über einen extra aufgeschütteten Erdwall auf die Baustelle. Jetzt soll ein Kleintierzaun die Jungvögel stoppen.

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Die Bauarbeiten auf Phönix West stören das Brutgebiet des Flussregenpfeifers.

Das von den Vogelschützern aufgestellte Schild macht die Situation deutlich.

Diese Foto zeigt einen Flussregenpfeifer - die unter Schutz stehenden Vögel sind Bodenbrüter.

Bereits im April hatten die unter Schutz stehenden Vögel inmitten des Baugrundstück für einen neuen Firmensitz der Nordwest AG aus Hagen genistet. Als dann die ersten Arbeiter anrückten, protestierten Vogelschützer gegen das Bauvorhaben. Zunächst mit Erfolg.

Das Handelsunternehmen verschob freiwillig die Bauarbeiten auf unbestimmte Zeit, damit die Vögel ungefährdet brühten können. Man wollte warten bis die Jungtiere flügge sind und das Gelände mit ihren Eltern auf natürlichem Wege verlassen haben.

Absprache missachtet

Als vor rund 10 Tagen der Vogelbeobachter Günther Hennemann dann berichtete, dass Bauarbeiter angerückt waren, um erste Erdmassen zu bewegen, rückten die Vogelschützer wieder auf den Plan. Sie reichten erneut Beschwerde bei der Stadt ein. Auf unsere Anfrage wurde dies bestätigt. 

HÖRDE Die Nordwest AG aus Hagen verschiebt den Baustart für eine neue Unternehmenszentrale auf Phoenix-West in Hörde. Damit respektiert das Unternehmen den Artenschutz für den aktuell dort brütenden Flussregenpfeifer. Wir erklären die Hintergründe.mehr...

Die Arbeiten dürfen erst wieder beginnen, wenn die Küken den Baubereich nicht mehr aufsuchen. Ein erster Erdwall hatte nämlich nicht den erwünschten Erfolg erzielt. Die Küken waren trotzdem den Eltern auf die Baustelle gefolgt. Jetzt soll ein 50 Zentimeter hoher Kleintierzaun verhindern, dass die Jungvögel diese weiterhin betreten. 

Prüfung durch Gutachter

Die ständige Überwachung, ob die jungen Vögel dank des Kleintierzaunes den gefährlichen Baustellenbereich nicht mehr aufsuchen können, sei nun Aufgabe eines Gutachters. Er stehe „in ständigem Kontakt“ zum Umweltamt, sagte Stadt-Sprecher Frank Bußmann.

Natürliche Fressfeinde des Flussregenpfeifers, wie Turmfalken und Krähen, hatten sich bereits die ersten Küken geschnappt. Die Vogelschützer hoffen nun, dass die übrig gebliebenen vier Familien mit acht Küken den Baustellen-Stress überstehen und der Nachwuchs schnellstmöglich das Fliegen lernt.

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