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Flut-Hilfe vom Land in Sicht

DORTMUND Knapp 700.000 Euro liegen auf dem Konto der Unwetterhilfe. Weitere 50.000 sind der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände zugesagt. Und die Opfer der großen Flut dürfen vier Wochen nach der Überschwemmung auf noch mehr Hilfe hoffen.

Flut-Hilfe vom Land in Sicht

Aufräumarbeiten nach der Überschwemmung im "Negerdorf" in Dorstfeld am Hahnemühlenweg.

Der Landtag wird sich auf Initiative der vier SPD-Abgeordneten Prof. Gerd Bollermann, Gerda Kieninger, Harald Schartau und Annegret Krauskopf in seiner Sitzung am Donnerstag mit dem Thema befassen - und voraussichtlich die Schatulle öffnen; denn auch der CDU-Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Erich G. Fritz hat bei Ministerpräsident Jürgen Rüttgers vorgefühlt, um eine "Lösung im Sinne der Dortmunder" gebeten - und empfing dabei positive Signale.

Gestern gingen die ersten 70 Überweisungen aus dem Spendentopf der Wohlfahrtsverbände an die Antragsteller raus. Bis Montag, 18 Uhr, lagen den drei dezentralen Bürgerbüros 356 Anträge von Haushalten vor, hinter denen 839 Personen stehen. 198 Antragsteller kommen nach eigenen Angaben mit 1000 aus, um den größten Verlust aufzufangen.99 Haushalte beantragen bislang weitergehende Hilfe 

131 Antragssteller blieben unter den 1000, die in der ersten Antragsrunde je Haushalt ausgezahlt werden können. 99 Fälle, darunter 30 bis 40 besonders schwere, werden bislang in der zweiten Antragsrunde auf weitere Finanzhilfen geprüft, Hausbesuch inklusive. Mit dem müssen auch die 59 Antragsteller rechnen, bei denen die Höhe des Schadens noch ungeklärt ist. Bislang sind 283.759 Euro aus dem Spendentopf der Wohlfahrtsverbände den Opfern des Unwetters vom 26. Juli zugesagt. Damit wurden bisher rund 47.000  pro Tag vergeben.

In manchen Fällen habe schon eine Finanzspritze von 150 weitergeholfen, berichtet Werner Bracht, Koordinator der Unwetterhilfe bei der Diakonie. Nach wie vor sind die existenzielle Not nach den Verlusten und die individuelle finanzielle Lage der Betroffenen die Kriterien, an denen sich die Auszahlung bemisst. Eine Golf-Ausrüstung werde nicht ersetzt, so Bracht. Die Betroffenen, die ihre Schäden u.a. mit Fotos nachweisen, müssen sich verpflichten, die erhaltene Summe ausschließlich für die Beseitigung des Schadens zu verwenden und Belege vorzuhalten.In dieser Woche noch einen Termin machen

Wer noch keinen Antrag gestellt hat, sollte sich noch in dieser Woche einen Termin beim Bürgertelefon unter 50-100 00 geben lassen. Wie lange die drei dezentralen Bürgerbüros in Marten, Dorstfeld und bei den Bürgerdiensten in der Innenstadt geöffnet bleiben, ist noch unklar. Die Berater im Container in Dorstfeld werden ihre Arbeit am Freitag definitiv einstellen, so der Leiter des Sozialamtes, Peter Bartow. In welchem Umfang die beiden anderen Büros weitermachen, wird Ende der Woche entschieden.

Allmählich würden die Anträge weniger, weiß Anne Rabenschlag. Für die zweite, weitergehende Antragsrunde liege noch "relativ viel Geld" im Spendentopf. Über die Verteilung entscheidet der Spendenbeirat. Rabenschlag betont: "Es geht nicht um den Ersatz von Schaden, es ist keine Versicherungsleistung". Der Spendenbeirat prüfe, was wirklich helfe, eine geflutete Wohnung wieder bewohnbar zu machen. Spendenkonto weiter aktiv

Spendenkonto der Wohlfahrts - verbände: Kto. 001 210 009 bei der Sparkasse Dortmund, BLZ 440 501 99, Verwendungszweck "Dortmund hilft".

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