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Zwei Vorfälle in Marten

Fuchsbisse: Peta warnt vor Panikmache

MARTEN In der Nähe der S-Bahn-Haltestelle Germania in Marten sind in der vergangenen Woche zwei Menschen von einem Fuchs angegriffen und gebissen worden. Am Dienstag hat sich Peta zu diesem Thema geäußert - die Tierschutzorganisation warnt vor Panikmache.

Fuchsbisse: Peta warnt vor Panikmache

Der Fuchs wurde mehrfach im Dortmunder Westen gesichtet.

Die Stadt hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass in den vergangenen Tagen zwei Menschen in der Nähe der S-Bahn-Haltestelle Germania in Marten von einem Fuchs angegriffen und gebissen wurden. „Der Fuchs hat hier alle Gärten abgestreift und ist dann weitergezogen“, erzählt Reininghaus. Das Tier sei apathisch gewesen, deutlich abgemagert („ein absolutes Gerippe“) und habe Speichel an der Schnauze gehabt. Für ihn und den Jäger seien das deutliche Anzeichen von Tollwut gewesen.

Wildtollwut gibt es allerdings seit 60 Jahren in Dortmund nicht mehr. Dr. Matthias Hinz vom städtischen Veterinäramt hält es für wenig wahrscheinlich, dass es sich tatsächlich um Tollwut handelt, erklärte er auf Nachfrage. Die Krankheitssymptome träfen auch auf andere Krankheiten zu, wie etwa Staupe. Dr. Hinz: „Die Symptome können zig Ursachen haben.“ So könne der Fuchs etwa aufgrund von Parasitenbefall so abgemagert sein. Deutschland gilt mit Ausnahme der Fledermaustollwut seit 2008 als tollwutfrei. 

Am Dienstag hat sich nun die Tierschutzorganisation Peta zu den Fällen in Dortmund geäußert. „Füchse sind friedliche Tiere. Ein gewisser Respekt gegenüber den Wildtieren ist grundsätzlich angebracht und auch die öffentliche Sicherheit muss bewahrt werden. Angst zu verbreiten, ist allerdings der falsche Weg. Dass ein Fuchs einen Menschen grundlos angreift, ist sehr ungewöhnlich und nahezu auszuschließen", wird Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere, in einer Pressemitteilung zitiert.

Füchse hätten sich hervorragend an das Leben mit dem Menschen angepasst. Im Siedlungsbereich fänden sie genügend Nahrung, Unterschlupf und Schutz vor Jägern. Mögliche Beutetiere in Wohngebieten wie Hühner und Kaninchen sollten ausreichend geschützt werden, heißt es weiter. Peta setze sich grundsätzlich für ein Verbot der Fuchsjagd ein.

MARTEN Patrick Reininghaus aus Marten war nicht der erste, der am Dienstag das Ordnungsamt wegen eines bissigen Fuchses angerufen hatte. Das Tier war ihm und einem Eiermann, der auch Jäger ist, über den Weg gelaufen. "Wir haben laut geklatscht und gerufen, das hat ihn nicht verscheucht", berichtete Reininghaus. Möglicherweise habe der Fuchs Tollwut.mehr...

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