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Füchse darf man nicht in der Wohnung halten

Fuchswelpe muss zurück zur Züchterin

DORTMUND Auch wenn ein Fuchs aus einer Privatzucht kommt, darf man ihn nicht in der Wohnung halten: Das Veterinäramt Dortmund ist jetzt im Fall einer Handaufzucht eingeschritten.

Fuchswelpe muss zurück zur Züchterin

Der kleine per Hand aufzuziehende Rotfuchs muss zurück zur Züchterin nach Leipzig. Foto: Stephan Schütze

Ein Fuchs in der Wohnung zu halten, das geht nicht – sagt das Dortmunder Veterinäramt. Deshalb muss Martina Warren den kleinen Rotfuchswelpen, den sie mit der Flasche aufziehen wollte, der Züchterin in Leipzig zurückgeben.

Wie berichtet, hatte Martina Warren den inzwischen vier Wochen alten Fuchswelpen bei sich aufgenommen, weil seine Mutter, die aus einer Privatzucht in Leipzig stammt, einen großen Wurf hatte und zu geschwächt war, um alle Jungen aufzuziehen. Martina Warren wollte den Fuchs im Alter von sieben Wochen für 750 Euro verkaufen und hatte dazu einen Aushang im Kaufland in Aplerbeck gemacht.

Kunden verständigten daraufhin das Veterinäramt und den Tierschutzverein, da sie den Verkauf eines aus dem Wald entnommenen Wildtieres vermuteten.

Fuchs braucht Gehege

Doch auch wenn der kleine Fuchs aus einer Privatzucht komme und in diesem Fall nicht der Natur entnommen worden sei, gelte der Fuchs grundsätzlich als nicht domestiziertes Tier, erklärte Stadtsprecher Maximilian Löchter auf Anfrage.

Wenn der Fuchs älter werde, also dem Alter des Gefüttertwerdens entwachsen sei, müsse man ihn nach Vorgaben des Säugetiergutachtens halten, sagt Löchter weiter. Und das bedeute, dass der Fuchs in einem Gehege mit einer bestimmten Größe und Ausstattung gehalten werden müsse. „Dieses kann die jetzige Besitzerin nach Kenntnis des Veterinäramts nicht ermöglichen.“

Martina Warren könne also nicht nur diesen Fuchs nicht in der Wohnung halten, „sondern generell dürfen Füchse nicht in Wohnungen gehalten werden“, so der Stadtsprecher. Martina Warren hatte nach eigener Aussage 13 Jahre lang einen Fuchs in ihrer Wohnung.

Thema für Tierschutz

Die Dortmunder Tierschutzvereinsvorsitzende Erika Scheffer will das Thema Fuchszucht in ihrem Landes- und auch Bundesverband zum Thema machen.

Thorsten Emberger, der bei Regensburg eine Fuchsauffangstation betreibt, hat sich nach dem Bericht dieser Zeitung beim Dortmunder Tierschutzverein gemeldet und beklagt, dass immer wieder junge Füchse aus Zuchten bei ihm landen, weil die Tiere ihren Besitzern am Ende zu viel würden.

Fuchswelpe für 750 Euro zum Verkauf angeboten

Kleiner Fuchs wird als Haustier handzahm gemacht

Dortmund „Verkaufe Mitte Mai einen Rotfuchswelpen“ stand auf dem Schwarzen Brett im Supermarkt. Es meldete sich kein Interessent bei der Verkäuferin. Dafür aber der Stadtförster und das Umweltamt; denn die Empörung über den Verkauf eines Wildtieres war groß. Doch der kleine Fuchs ist gar nicht so wild.mehr...

Veterinäramt verständigt Kollegen in Leipzig

Das Veterinäramt habe inzwischen bereits sowohl mit der Züchterin des Fuchses in Leipzig Kontakt aufgenommen als auch mit dem für diese Tierhaltung zuständigen Veterinäramt, teilt Maximilian Löchter mit.

Martina Warren war nicht zu erreichen, doch nach Informationen dieser Zeitung hat sich die Züchterin sofort bereit erklärt, den Fuchswelpen zurückzunehmen.

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