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„Boybands Forever“ im Konzerthaus

Fünf Jungs brachten Musik der 90er-Jahre zurück

Dortmund Vorsicht, Kreischalarm! Thomas Hermanns Revue „Boybands Forever“ hat am Dienstag Station im Konzerthaus gemacht. Und für eine Zuschauerin wurde der Abend zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Fünf Jungs brachten Musik der 90er-Jahre zurück

Mittendrin statt nur dabei: Laura Furmannek (28) durfte zu den Boys auf die Bühne. Foto: Stephan Schuetze

Gestenreiche Choreografien, starke Stimmen, coole Outfits mit nicht allzu viel Stoff und fünf Jungs, die Potenzial zum Traumtyp haben – das Rezept für eine erfolgreiche Boyband ist einfach.

In den 90er-Jahren gab es diese gecasteten Bands zuhauf, und noch heute laufen Hits wie „I want it that way“ von den Backstreet Boys auf 90er-Jahre-Parties rauf und runter. Grund genug, diesem Phänomen eine eigene Show zu widmen, fand Regisseur und Autor Thomas Hermanns (Quatsch Comedy Club). Die Revue „Boybands Forever“ sorgte am Dienstagabend für ausgelassene Stimmung im Konzerthaus.

Den "Boys" ganz nahe

Für den ersten Kreischalarm sorgte der brillante Moderator Ole Lehmann, als er die Protagonisten mit viel Witz und Charme vorstellte. Für jeden Geschmack ist in der Boyband etwas dabei: Da sind der Schwiegersohn John, der süße Sascha, der sportliche Rik, der zum Drama neigende Lucian und der Fünfte, dessen Namen man immer vergisst.

Boyband-Stars einmal ganz nah sein – das war früher und vielleicht auch am Dienstagabend der Traum von vielen Mädchen. Für Laura Furmannek (28) wurde er im ausverkauften Konzerthaus wahr. Bevor im zweiten Akt „Love me for a reason“ von Boyzone angestimmt wurde, suchten die Boys eine Freiwillige aus dem Publikum.

Fünf Jungs brachten Musik der 90er-Jahre zurück

„Boybands Forever“ begeisterte im ausverkauften Konzerthaus. Wer die Show verpasst hat: Es gibt noch weitere Termine in NRW. Foto: Stephan Schuetze

Sofort schossen viele Hände hoch, einige der Groupies von damals sprangen sogar von ihren Plätzen auf und bekamen leuchtende Augen. Laura Furmannek schmunzelte indes ein bisschen – denn sie wusste genau, was gleich passieren würde. Ihre Mutter Bärbel hatte bei einem Gewinnspiel unserer Zeitung mitgemacht und den Bühnenauftritt gewonnen.

In den 90er-Jahren ging die 64-Jährige gerne mit ihren drei Töchtern auf Boyband-Konzerte, sagte sie kurz vor Showbeginn: „Ich musste zwar immer hinten stehen, weil alles andere ‚peinlich‘ gewesen wäre, aber auch dort klang die Musik schön.“

Von Bravo-Abos und Posterwänden

Heute ist es den Töchtern nicht mehr unangenehm, mit ihrer Mutter auszugehen. Laura und Bärbel Furmannek schwelgten bei der nostalgisch-lustigen Show im Konzerthaus gemeinsam glücklich in Erinnerungen an in die aufregende Boyband-Zeit.

Damals, erinnert sich Laura Furmannek, hat sie ihr Zimmer mit Postern von den Backstreet Boys beklebt – und dank eines Abos der Jugendzeitschrift „Bravo“ haben sie und ihre Schwestern auch keine Nachricht aus der Popwelt verpasst. Auf die Bühne geholt zu werden – dieser Traum sollte sich aber erst viele Jahre später erfüllen.

Gefühlvolle Blicke und seliges Lächeln

„Ich war schon sehr aufgeregt, bevor ich die Bühne betrat“, sagte die heute 28-Jährige kurz nach der Show im Konzerthaus, sichtlich überwältigt. „Aber als ich auf der Bühne war, habe ich einfach alles drumherum vergessen. Ich wusste bloß überhaupt nicht, wohin ich gucken sollte. Das waren ziemlich viele Eindrücke auf einmal.“

Fünf Boys scharwenzelten um Laura Furmannek herum, warfen ihr gefühlvolle Blicke zu, bekamen ein seliges Lächeln zurück. „Und sie haben mir zwischendurch auch was ins Ohr geflüstert, mich nach meinem Befinden gefragt und sich bedankt.“ Mit der 28-Jährigen getauscht hätten viele im Publikum gerne, das war deutlich spürbar.

Ein Selfie als Erinnerung

Aber nicht nur Laura Furmannek konnte den Boys mit den starken Stimmen und Choreografien an diesem Abend ganz nahe sein. Als „Babe“ von Take That angestimmt wurde, nahmen sie ein Bad in der Menge und viele der überwiegend weiblichen Besucher zückten rasch ihr Smartphone, um Selfies zu machen.

Wenn sie die zu Hause anschauen, kann weiter in Erinnerungen geschwelgt werden.

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