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Unterführung in Sölde wird durch eine neue ersetzt

Für die Bürger ist die Planung ein Albtraum

Sölde Die Informationsveranstaltung zur Unterführung in Sölde hat eines deutlich gemacht: Die Fronten zwischen den Sölder Bürgern und der Verwaltung sind mehr als verhärtet.

Für die Bürger ist die Planung ein Albtraum

Über 100 Bürger waren zur Bürgerinfo an der Sölder Straße erschienen. Foto: Jörg Bauerfeld

In der Informationsveranstaltung zum Tunnel in Sölde krachte es teilweise gewaltig. Vertreter des Planungsamts der Stadt Dortmund stellten die Pläne für die neue Unterführung und die weiteren Veränderungen der Verkehrsführung auf der Sölder Straße vor. Von den mehr als 100 anwesenden Bürgern äußerten sich viele dagegen – manche deutlich. Das Bauprojekt ist schon länger ein Streitthema.

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Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel, der durch den Abend führte, musste mehrmals um Ruhe bitten. Drei Punkte standen dabei zur Diskussion, die das Ortsbild entscheidend verändern könnten.

Die Unterführung:

Hier liegen Welten zwischen den Plänen der Verwaltung und den Wünschen der Bürger. Schon bei der Vorstellung des Bauprojektes musste Winfried Sagolla (Stadtplanungsamt) mehrfach gegen empörte Zwischenrufe ankämpfen. Es geht die Angst um in Sölde. Die Angst, dass durch die Durchfahrtshöhe der neuen Unterführung, die Sagolla mit 4,20 Meter angab, große Lkw durch den Ort fahren. „Uns liegen keine Erkenntnisse vor, dass dies so werden wird“, sagte Sagolla.

„Da wette ich aber“, „Es wird ein Schleichweg aus Richtung Schwerte zur B1“ oder „Damit zerstören sie ein Straßendorf“ knallte ihm aus dem Saal entgegen. Das Problem: Entkräften konnte Sagolla die Vorwürfe der Bürger nicht. Fakt ist aber: Das Bauwerk wird kommen. In der geplanten Höhe und der Breite von über 11 Metern. Ob auf der Sölder Straße noch Schilder aufgestellt werden, die eine Beschränkung der Tonnage vorschreiben, wird noch von der Verwaltung geprüft.

Schlagbaumstraße:

Zweites großes Thema: die Einmündung der Schlagbaumstraße auf die Sölder Straße. Hier sollte, so sah es die erste Planung der Verwaltung vor, die Ampel verschwinden. Das Verkehrsaufkommen auf der Sölder Straße sei nicht hoch genug, so die Begründung. Bezirksvertretung und Bürger hielten dagegen. Und hier zeigte sich die Verwaltung einsichtig. Die Ampel kommt. Zumindest ein kleiner Erfolg für die Sölder Bürger.

Tempo 30:

Dass die Mitglieder der Verwaltung neben dem Neubau der Unterführung und den damit verbundenen Befürchtungen auch gleich den Neubau der neuen Kita vorstellen (gegenüber der Edeka-Einfahrt) wirkte schon ein wenig komisch. Denn schließlich wird die sechsgruppige Einrichtung für mächtig Bring- und Abholverkehr sorgen. Eine Lösung gab es dazu nicht. Den Vorschlag Sagollas, man könne ja die Kinder von der Rückseite mit dem Fahrrad bringen, sorgte dann für einen Heiterkeitsausbruch bei den Zuhörern. Es wird aber Tempo 30 kommen, das versprach die Verwaltung – zumindest im Bereich der Kita. Doch was ist mit dem Rest der Sölder Straße? Auch hier wird später der Verkehr zu spüren sein.

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