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Vorschlag der Kulturbetriebe

Für nur 5 Euro ein Jahr in die städtischen Museen

DORTMUND Für 5 Euro ein Jahr lang in die städtischen Museen - mit diesem revolutionären Preismodell will die Stadt mehr Besucher in ihre Kulturtempel locken. In einigen Museen soll der Eintritt sogar ganz frei sein. Für den kühnen Plan gibt es gute Vorbilder.

Für nur 5 Euro ein Jahr in die städtischen Museen

Das Museum Ostwall mit seiner Dauerausstellung im U-Turm ist eines der städtischen Museen, in denen die neue Preisregelung gelten soll.

Die städtischen Kulturbetriebe denken über ein revolutionäres Eintrittsmodell für ihre Museen nach: Wer einmal 5 Euro Eintritt zahlt, soll das ganze Jahr über die Dauerausstellungen des Museums Ostwall, des Museums für Kunst und Kulturgeschichte und des Brauereimuseum kostenlos besuchen können. Der Eintritt ins Schulmuseum in Marten und ins Kindermuseum Adlerturm soll grundsätzlich frei sein. Der Rat soll darüber bis Ende des Jahres entscheiden.

Vorbild für das neue Preismodell, das ab 2017 probeweise zunächst für zwei Jahre eingeführt werden soll, ist die schwedische Stadt Göteborg, in der man mit dem Kauf einer Eintrittskarte ein Kalenderjahr lang beliebig oft die städtischen Dauerausstellungen besuchen kann.

Essen dient als Vorbild

Dass freier Zugang mehr Besucher anlockt, zeigt das Beispiel der Stadt Essen. Dort ist der Eintritt in die ständige Sammlung des Folkwang-Museums dank großzügiger Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung seit Mitte 2015 frei –  was im ersten Jahr zu einer Verdoppelung der Besucherzahlen führte. „Die kostenfreie Öffnung unserer Sammlung ist ein entscheidender Faktor, um Schwellen abzubauen und immer mehr Menschen für Kunst und Kultur zu begeistern“, bilanziert Direktor Tobia Bezzola.

Hintergrund für die Überlegungen in Dortmund ist, dass die Eintrittsgeld-Einnahmen in den städtischen Museen bislang ohnehin gering sind: Gerade einmal 58.000 Euro spülten sie 2015 in die Kasse der Kulturbetriebe. Die Hoffnung ist, dass mit einer Steigerung der Besucherzahl durch das neue Modell die Einnahmen zumindest gleich bleiben oder sogar gesteigert werden können.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen keinen Eintritt

Für Sonderausstellungen der Museen sollen weiterhin gesonderte Eintrittspreise gelten. Und mit dem Hoesch-Museum wird noch abgestimmt, ob und wie es sich an dem Modell beteiligt. Außen vor ist vorerst auch das Naturkundemuseums, das erst 2018 nach Umbau und Neugestaltung wieder eröffnet wird. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollen auch weiterhin keinen Eintritt zahlen müssen. 

 

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