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Gar nicht hinterm Mond

Wie es wohl aussieht auf der Rückseite des Mondes? Eine kindliche Frage, die der Bundesverband Bildender Künstler (BBK) seinen Mitgliedern da gestellt hat und die auf Größeres verweist: Was bleibt für die Augen unsichtbar? Die Ergebnisse sind in einer Ausstellung in der Berswordthalle zu sehen.

Gar nicht hinterm Mond

<p>Friedhelm Overbeck aus Hattingen vor seinem Beitrag zur BBK-Schau. Grindau</p>

Mehr als 30 heimische Künstler sind mit ihren Arbeiten vertreten, frei zugänglich und ohne Eintritt gibt es einen recht einmaligen Einblick ins westfälische Kunstschaffen.

Christian Psyks Bilder erinnern an Röntgen-Aufnahmen, in die er mit feinem Stift Körper gemalt hat: das lustvolle Gesicht einer Frau, das kantige eines Mannes. Der Mensch in seiner Innen- und Außensicht.

Einander gegenüber und auch ein wenig entgegengesetzt hängen die Bilder von Monika PfeifferBirgit PeterschröderMichael Odenwaeller und : Erstere setzt sich in ihren quadratischen Bildern mit Weiß-Tönen und Linien-Strukturen auseinander; letztere zeigt ebenfalls quadratische Bilder, in denen sich unter viel dick gespachteltem Schwarz ehemals Buntes erahnen lässt. Der Bildhauer zeigt ein statisches Experiment, eine Wand-Installation, die aus ihrer Symmetrie gefallen ist.

Sylvia Liebig Jan Köthe , ab Freitag auch in der Galerie Camera Obscura zu sehen, zeigt eine Collage-Arbeit, eine bittere Erinnerung an die Kindheit: Mutter und Tochter stehen Arm in Arm wie in einer Reklame aus den 1960er Jahren, doch mit ins Groteske verzerrten, fast gesichtslosen Gesichtern. Edelstahl-Künstler stellt ein rundes Peace-Zeichen aus - eine direkte und ironische Antwort auf die Ausgangsfrage.

Elisabeth Stark-Reding Günter Rückerts Hans-Jürgen Thiel setzt auf die Leuchtkraft der Farben Blau und Orange, die sich in Vertikalen sowohl gegenüberstehen als auch an den Rändern miteinander verschmelzen. In Bildern wird frech zurück gestarrt: In einem Bild durchbrechen sechs aus dem Bild ragende Brillen die Distanz zum Betrachter, im anderen gafft hohläugig ein ganzes Publikum zurück. Einer der wenigen gegenständlichen Maler ist , dessen moderne Landschaftsmalerei mit Straßenbahn und Baustelle fotografisch wirkt, ohne fotorealistisch zu sein. pin

bis 23.11., Berswordthalle im Stadthaus, täglich 8-24 Uhr

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