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Gas 15 %, Strom 5 % teurer

"Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld", fragt ein Schunkellied. Zum Schunkeln dürfte den Dortmundern allerdings kaum zumute sein, wenn sie die jüngsten Ankündigungen aus dem Haus der DEW21 hören: Der Gaspreis steigt zum 1. Oktober um rund 15 Prozent, der Strompreis um knapp fünf Prozent.

Die jüngste Gaspreiserhöhung liegt gerade einen Monat zurück. Um rund 10 Prozent ging es zum 1. Juli aufwärts. Aber DEW hatte kürzlich schon gegenüber den RN verlauten lassen, dass in diesem Jahr nochmal an der Preisschraube gedreht werden muss. Die internationalen Preise für Energie seien in den letzten Jahren stark gestiegen, argumentiert DEW21. Dabei hätten sich die deutschen Heizölpreise seit dem Jahr 2004 um rund 100 Prozent, die Erdgaspreise um etwa 40 Prozent erhöht.

Ein Rückblick auf das Jahr 1998, dem "Geburtsjahr" von DEW, macht deutlich, wie die Gaspreise explodiert sind. Der Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden (kWh) zahlte damals rund 613 Euro, ab Oktober sind es 1600 Euro, also rund 160% mehr.

"Wir haben uns bemüht, die Kostenentwicklung für unsere Kunden durch interne Einsparungen und Optimierungen aufzufangen und dies bis zum 1. Juli geschafft. Aber nun müssen auch wir am 1. Oktober die Erdgaspreise zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöhen", so DEW-Chef Helmut Engelhardt. "Dabei nehmen wir unsere Aufgabe sehr ernst, die Preissteigerungen so gering wie möglich zu halten und die allgemeine Entwicklung zu dämpfen." Deshalb liege die DEW21-Preiserhöhung unter den zum Herbst 2008 bundesweit angekündigten Preissteigerungen.

Auch Strom wird zum 1. Oktober teurer. "Bereits in diesem Jahr kaufen wir die Strommengen für das Jahr 2009 ein", erklärt Engelhardt. "Die Preise hierfür sind an der Leipziger Börse im ersten Halbjahr 2008 um 40 Prozent gestiegen." Der Verbrauchspreis im Tarif "Standard" steigt somit für einen Kunden mit einem Jahresverbrauch von 3000 kWh monatlich um 2,60 Euro oder 4,7 Prozent.

17,83 mehr im Monat

Die Gas-Grundpreise bleiben zum 1. Oktober in allen Erdgastarifen unverändert. Die Verbrauchspreise erhöhen sich in den Erdgas- und Wärmetarifen um 1,07 Cent/kWh brutto. Das bedeutet für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt im Tarif "Unser Erdgas.spezial" mit einer Kesselleistung von 13 kW und einem Jahresverbrauch von 20 000 kWh, dass er nach der Preiserhöhung 17,83 Euro im Monat mehr zahlt, ein Plus 15,4 Prozent.

Derweil arbeitet DEW an einer Festpreislösung. kiwi Seite 5: Festpreis

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