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Gedenken an Pogromnacht

DORTMUND Mit einer Gedenkstunde und einer Kranzniederlegung auf dem Platz der Alten Synagoge haben Stadt und Jüdische Gemeinde an die Pogrome gegen jüdische Geschäfte und Einrichtungen vor 69 Jahren gedacht.

Gedenken an Pogromnacht

Gemeinsam mit der Vorsitzenden der Jüdischen Kultusgemeinde Hanna Sperling legten Rabbiner Avichai Apel und Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer Kränze vor dem Gedenkstein am Platz der Alten Synagoge nieder.

Am 9. November 1938 wurden auch in Dortmund jüdische Geschäfte überfallen, geplündert und zerstört. „Kein spontaner und plötzlicher Ausbruch des Volkszorns wie es die Nazis hinterher darstellten“, sondern „befohlener Terror“, betonte Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer bei der Gedenkveranstaltung im Foyer des Opernhauses – dort wo bis 1938 die große Synagoge der Stadt stand.

Sein Fazit: „Wir müssen unsere Geschichte lernen und wir müssen aus unserer Geschichte lernen.“ Lange Zeit seien damals die Gefahren des Nationalsozialismus unterschätzte worden, stellte der OB fest. „Wir Deutschen haben viele offensichtliche Warnungen vor und während der Nazi-Diktatur erhalten und nicht verstanden – bis am Ende im Mai 1945 Millionen Menschen zu Tode gekommen waren und Europa und unser Land in Trümmern lagen.“ Deshalb gehöre zu den Lehren aus der Geschichte, „dass wir mit allen Sinnen aufmerksam auf die ersten Anzeichen von Radikalismus, Intoleranz, Hass und nationaler Überheblichkeit reagieren und nicht erst warten, bis aus einer potentiellen Gefahr eine reale Bedrohung geworden ist“, mahnte Langemeyer in seiner Ansprache.

„Sind wir sicher, dass sich die Geschichte nicht wiederholt?“ fragte auch der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Dortmund Avichai Apel. Er erinnerte an den „weltweiten Zulauf für Nationalsozialisten“ und Übergriffe auf Juden und andere Minderheiten. Es bleibe aber die Hoffnung, „dass die Menschen doch lernfähig sind.“

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