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Umbau eines Hochhauses an der B1 verzögert sich

Geplantes Wohnprojekt am Rheinlanddamm muss warten

Dortmund Seit drei Jahren verfolgt der Spar- und Bauverein den Plan, das Hochhaus am Rheinlanddamm 201 in ein Wohngebäude zu verwandeln. Der Umbau an der B1 sollte in diesem Jahr starten. Doch jetzt kam etwas dazwischen.

Geplantes Wohnprojekt am Rheinlanddamm muss warten

Die Pläne für den Umbau des Hochhauses (r.) stehen und fallen mit der Machbarkeitsstudie. Foto: Gregor Beushausen

Seit dem Auszug des Max-Planck-Instituts für Systemphysiologie 1999 ist das zehngeschossige Hauptgebäude am Rheinlamddamm 201 verwaist. Das Gebäude an der B1 wartet auf neue Nutzer. Im Mai 2015 schien der Stillstand beendet: Der Rat der Stadt stimmte den Plänen zum Verkauf und Umbau der 50er-Jahre-Immobilie in ein Wohnhaus zu. Neuer Eigentümer sollte der Spar- und Bauverein werden. Angedacht war eine Größenordnung von rund 40 Wohnungen für Familien, Singles und Studenten – darunter Lofts und Ateliers.

Nach langen Verhandlungen wollte der Spar- und Bauverein das Projekt 2018 starten. Im September 2017 hat die Genossenschaft den Kaufvertrag mit der Stadt (bzw. mit ihrer Gesellschaft „Sondervermögen Technologiezentrum“) unterzeichnet und beurkunden lassen. Doch inzwischen ist die Frage aufgetaucht, ob sich dieses Vorhaben in der bisher geplanten Form überhaupt realisieren lässt.

Tragfähigkeit ist nicht geklärt

Der Grund: Der Spar- und Bauverein muss erst einmal die Statik des früheren Bürogebäudes prüfen lassen, wie Sprecherin Nicole Brückner auf Anfrage erklärt. Es sei nicht klar, wie es um die Tragfähigkeit des Bauwerks bestellt sei. „Wir müssen wissen, ob es eventuell zusätzlicher Ertüchtigungsmaßnahmen bedarf“, so Brückner. Das zu ermitteln, sei nun Aufgabe der Statiker, die jedem Geschoss mit Kernbohrungen auf den Grund gehen müssen. Das bringt neuen Zeitverzug bis voraussichtlich Ende September 2018. „Dann soll eine Gesamtbewertung des Gebäudes vorliegen“, sagt Brückner. Sollten Eingriffe in die Bausubstanz fällig werden, könnte das zuletzt mit rund 8,5 Millionen Euro bezifferte Vorhaben deutlich teurer werden.

Ob es denkbar sei, dass sich der Spar- und Bauverein in dem Fall zurückziehe? Dazu wollte sich Brückner konkret nicht äußern, betonte aber: „Wir möchten das Projekt realisieren, müssen aber die Machbarkeitsstudie abwarten.“ Der Kaufvertrag sei Voraussetzung für die Erstellung der Studie gewesen und überdies an „Bedingungen geknüpft“. Zu den Inhalten wollte sie keine Angaben machen. Nur so viel: Eine Eigentumsübertragung habe noch nicht stattgefunden. Wie zu erfahren war, soll der Spar- und Bauverein ein Rücktrittsrecht haben.

Stadt ist bereit, neue Parkplätze zu schaffen

Während das Hochhaus des früheren Max-Planck-Instituts an der B1 leer steht, wird ein anderer Teil des aus mehreren Gebäuden bestehenden Ensembles als Technologie- und Gründerzentrum („Software Factory“) genutzt. Und das wird wohl auch so bleiben.

Bei der Stadt denkt man deshalb bereits über die Stellplatzfrage nach: Sollten eines Tages tatsächlich Mieter ins Hochhaus ziehen, steigt der Parkdruck für die Nutzer der Software Factory. Die Stadt ist deshalb bereit, einen gut 700 Quadratmeter großen Grünstreifen am Nachbargebäude in rund 20 Stellplätze umzuwandeln.

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