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Flashmob

Gesamtschüler tanzen gegen den Hass

BRÜNNINGHAUSEN An der Gesamtschule Brünninghausen wurden in der Vergangenheit rechte Flyer verteilt und die Wände mit rechten Symbolen beschmiert. Dass Fremdenfeindlichkeit an ihrer Schule keinen Platz hat, zeigten über 600 Gesamtschüler am Montag mit einer gemeinsamen Aktion auf dem Sportplatz.

Gesamtschüler tanzen gegen den Hass

Über 600 Schüler der Gesamtschule Brünninghausen tanzten am Montagmorgen bei einem Flashmob auf dem Sportplatz.

Über 600 Mädchen und Jungen der Gesamtschule Brünninghausen haben am Montagmorgen ein friedliches Zeichen gegen Rechts gesetzt: Bei einem „Flashmob“, zu Deutsch öffentliche Aktion mit vielen Menschen, haben die Schüler auf dem Sportplatz am Klüsenerskamp zu einem brasilianischen Hit aus den Charts die Hüften kreisen lassen. Die Idee dazu hatte Zehntklässlerin Nele Butschkau. Während einer Hip-Hop-Einheit im Sportunterricht ist der Schülerin in den Sinn gekommen, mit einem Tanz, an dem sich die gesamte Schule beteiligt, von den Schülern über die Lehrer bis hin zum Hausmeister. Um zu zeigen, was sie von Fremdenfeindlichkeit halten.

„Wir sind eine offene Schule und wir lassen uns nicht beirren“, betonte Nele Butschkau und spielte auf die jüngsten Ereignisse an ihrer Schule an. Am Klüsenerskamp sind in der Vergangenheit rechte Flyer verteilt worden, erst am Freitag ist die Schule mit rechten Schriftzeichen beschmiert worden. Auch deshalb warf die Polizei gestern ein Auge auf den „Flashmob“ der Schüler.   Von all dem rechten Spuk ließen sich die Schüler aber nicht aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil. Als die erste Strophe des Liedes „Ai Se Eu Te Pego“ von Michael Telo den Sportplatz in eine große Diskotanzfläche verwandelte, tanzten die Mädchen und Jungen drauf los. Mal nach vorne, mal nach hinten, mal zur einen Seite, mal zur anderen, und dann die Arme ausstrecken. Wochenlang haben die Sportlehrerin Katharina Prosowski und ihre Kollegen mit den Schülern die einfache, aber auch sehenswerte Choreographie einstudiert.

Nele Butschkau ist mit einem Konzept, das sie selbst entwickelt hat, von Klasse zu Klasse gezogen, um kräftig die Werbetrommel für Montag zu rühren. Auch von Schulleiterin Marietta Koschmieder gab es grünes Licht. „Anfangs habe ich gedacht, dass es unmöglich wird, diesen Tanz mit allen hinzubekommen. Aber wir haben es geschafft. Und es war geil“, freute sich Nele Butschkau nach der schweißtreibenden Abwechslung vom Unterricht im Klassenraum.  Und auch die Kleinsten der Gesamtschule fanden die Aktion toll. „Das war cool. Wir haben gegen Nazis getanzt. Die sind doof“, sagte der elfjährige Torben.   

Flashmob gegen Rechts an der Gesamtschule

Über 600 Mädchen und Jungen der Gesamtschule tanzten bei einem Flashmob gegen den Hass.
Mit der Choreographie wollen sie zeigen, dass Fremdenfeindlichkeit an ihrer Schule keinen Platz haben.
Die Schüler hatten an der Aktion sichtlich Spaß.
Zum brasilianischen Hit "Ai Se Eu Te Pego" tanzten die Schüler.
Es wurde nicht nur getanzt, die Schüler konnten beim brasilianischen Sommerhit auch mitsingen.
Zehntklässlerin Nele Butschkan hatte die Idee zu dem Flashmob.
Die Schüler lernten die Choreographie im Sportunterricht.
Singend und tanzend ein Zeichen gegen Rechts setzen.
Acht Schüler tanzten vor, die anderen guckten sich die Schrittfolge bei ihnen ab.
Sportlehrerin Katharina Prosowski übte noch einmal mit ihren Schülern.
Sportlehrerin Katharina Prosowski brachte den Schülern die Choreographie bei.
600 Schüler machten beim Flashmob an der Gesamtschule mit.
Der Flashmob an der Gesamtschule war ein voller Erfolg.
Die Gesamtschüler warten auf ihren Einsatz für den Flashmob gegen Rechts.
Als Michel Telós Sommerhit ertönt, springen die Schüler auf und tanzen.

Und Jenny (11) meinte: „Das hat richtig Spaß gemacht. Wir haben gezeigt, dass wir Ausländer mögen und Nazis nicht.“ Stolz auf ihre Schützlinge war Referendarin Katharina Prosowski. „Musik und Tanz verbindet die Menschen. Die Kinder signalisieren eine Einheit gegen Rechts, sie signalisieren Akzeptanz“, so die 28-jährige Pädagogin. 

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