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Geschwister-Scholl-Gesamtschüler putzen gegen Kinderarmut

BRACKEL Autos waschen, Hunde ausführen, Babysitten, Flur putzen oder Spielsachen verkaufen – um Spenden für arme Kinder zu sammeln, ließ sich die Klasse 6d der Geschwister-Scholl-Gesamtschule eine ganze Menge einfallen.

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?Wir könnten immer weiter machen und würden gerne jeden Monat Geld spenden?, sind sich die Freundinnen (v.l.) Lea Seidel, Sophia Gerick und Pia Hegener einig.

Auch die Matten aus Astrid Lohmanns Auto werden sauber geklopft.

Wie emsige Heinzelmännchen stürzten ich die Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule auf das Auto ihrer Lehrerin.

„Wir könnten noch ewig weitermachen“, sind sich die Freundinnen Sophia Gerick und Pia Hegener einig. Gemeinsam mit ihren Schulkameraden putzen sie gerade das Auto von Klassenlehrerin Astrid Lohmann – um auch von ihr eine Spende für die Aktion „Action!kidz“ zu bekommen – und wirken dabei wie emsige kleine Heinzelmännchen.

Denn kaum ist Klassenlehrer Hans Bratfisch mit den Putzutensilien vorgefahren und holt Staubsauger und Schwämme aus dem Kofferraum, rennen die Schüler los, um zu saugen und zu putzen. Und natürlich soll die Klassenlehrerin dafür möglichst tief in die Tasche greifen. „Das ist ja auch der Sinn der Aktion“, sagt die Pädagogin und schmunzelt.Im letzten Jahr hatte die Klasse noch ein Patenkind der Kindernothilfe, das sie finanziell unterstütze. „Da mussten wir immer regelmäßig Geld von den Schülern einsammeln. Das wurde irgendwann einfach zu schwierig und dann habe ich die Patenschaft übernommen“, erklärt Lohmann. Als Klassenlehrer Hans Bratfisch dann ein Schreiben mit der Aktion „Action!kidz“ ins Haus flatterte, waren die Schüler gleich begeistert, erneut helfen zu können.

Nach einer Einführung in das schwierige Thema im Gesellschaftskunde-Unterricht sammelten die Schüler schnell Ideen, um Geld zu verdienen und zogen selbst los. So krempelte Alexander Kemma erstmal sein Zimmer um und sortierte alles aus, was er verkaufen wollte. „Dann habe ich mir einen guten Standort gesucht und bei einem Supermarkt nachgefragt, ob ich dort einen Flohmarkt machen darf“, erklärt der Elfjährige. „Ich habe meine Inlineskates und alte Gameboyspiele verkauft und so über 20 € verdient.“  Aber damit war der Sechstklässler noch langte nicht der Spitzenreiter. Denn Bilal Kanbar zeigte sich nach der Schule besonders fleißig und half seinem Onkel, der einen Gebrauchtwagenhandel hat, beim Autos waschen. „Damit konnte ich ganze 32 € beisteuern“, sagt der Elfjährige stolz und strahlt. Action!kidz ist eine Aktion der Kindernothilfe, bei der sich Kinder und Jugendliche für Kinder in Armutsländern stark machen. Sie übernehmen kleinere Hilfsarbeiten im Freundes- und Bekanntenkreis. Der Erlös kommt dem Projekt „Lernen statt Teppichknüpfen“ zu Gute.

  • www.kindernothilfe.de
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