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Geteiltes Echo auf "Energie-Allianz"

DORTMUND Wachsen will der mehrheitlich städtische Energieversorger DEW 21, wachsen um zu überleben auf einem Markt mit drohenden Kundenverlusten von mindestens zehn Prozent, engeren Margen beim Strom- und Gasgeschäft sowie schrumpfenden Netzentgelten von bis zu 50 Prozent in den kommenden Jahren. Deshalb hat Stadtwerke-Chef Guntram Pehlke am Montag bei den Ratsfraktionen für die "Energie-Allianz" zwischen DEW, Gelsenwasser und den Stadtwerken Bochum geworben - und stieß dabei auf ein geteiltes Echo.

Geteiltes Echo auf "Energie-Allianz"

Der schwieriger werdende Energiemarkt nimmt DEW21 zunehmend in die Zange. Deshalb sucht die DEW nach einer Allianz mit anderen Stadtwerken.

Wie berichtet, reichen die Gedankenspiele bei der DEW-Mutter DSW21 an der Deggingstraße von einer gemeinsamen Netzgesellschaft bis zur Fusion, die auch offen sein könnte für andere Kommunen wie Witten und Herne. Allerdings müsse sich eine vertiefende Zusammenarbeit, wie immer sie auch aussehen könnte, für die DEW rechnen, unterstrich Pehlke bei seinem Vortrag.

Ergebnisoffene Untersuchung

Während SPD und CDU Pehlke das Plazet für eine "ergebnisoffene Untersuchung" zu einer vertiefenden Zusammenarbeit gaben - der Rat muss das noch offiziell zur Kenntnis nehmen -, wollten die Grünen dem Stadtwerke-Chef "keinen Freifahrtsschein" ausstellen, so Fraktionschef Mario Krüger: "Das macht wenig Sinn". Die Grünen hätten sich "ein wenig mehr Informationen" darüber versprochen, in welche Richtung weitergehende Kooperationen gehen sollen, in welcher Form z.B. Gründungen neuer Gesellschaften notwendig werden. Die Grünen fürchten, dass damit auch Tarifgefüge ausgehöhlt werden könnten.

Die SPD, die die Betriebsratsvorsitzenden von DSW und DEW zum Pehlke-Vortrag dazu geholt hatte, pochte auf den Erhalt der Arbeitsplätze, die im Fall einer Fusion verloren gehen könnten - und darauf, dass nach Abschluss der Untersuchung die Fraktionen von Pehlke erneut informiert werden, so SPD-Fraktionsgeschäftsführer Dr. Andreas Paust.

CDU: Lösung liegt in der Struktur

Wie die Genossen legt auch die CDU größten Wert darauf, dass die Untersuchung "ergebnisoffen" angelegt wird. Nach Ansicht von CDU-Fraktionschef Frank Hengstenberg liege "die Lösung in der Regel nicht in der Größe, sondern in den Strukturen". Das habe auch das Thema VEW/RWE gelehrt. Hengstenberg: "In der Größe liegt nicht immer die Würze."

Doch die Politik handele sträflich, wenn sie sich nicht mit der Frage auseinander setze, wie es mit DEW weitergehen soll. Der CDU-Fraktionschef: "Wie wollen das Unternehmen leistungsfähig halten." Wer solle sonst die Verluste bei Bus und Bahn ausgleichen, den Flughafen bezahlen . . .? Das Ergebnis der Untersuchung wird voraussichtlich Mitte nächsten Jahres vorliegen.

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