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Glanzvolle Festspielstimmung

DORTMUND Ausverkauft bis auf den letzten Platz war am Samstagabend das Konzerthaus, als mit den Wiener Philharmonikern das wohl beste Orchester der Welt seinen glanzvollen Auftritt gab.

Glanzvolle Festspielstimmung

Das Gastspiel der Wiener Philharmoniker war der jüngste glanzvolle Höhepunkt der Konzertsaison.

Die Musiker schwärmten von der Akustik, hier könnten sie noch leiser und differenzierter spielen als zu Hause. Das schönste Kompliment für Dortmunder Konzerthausfreunde.

Mehr Kultur geht an einem Wochenende in Dortmund fast gar nicht. Und mehr Glanz auch nicht. Für den sorgten zwischen der Weihnachtsoper „Hänsel und Gretel“ und der Ballettgala im Opernhaus am Samstag die Wiener Philharmoniker unter Leitung von Georges Prêtre im Konzerthaus. Sie schenkten den Besuchern den Höhepunkt der Saison, die eine Saison der Stars ist. Und das Konzerthaus kündigt an, die Zahl der Stars in der nächsten Saison weiter zu erhöhen.

Einspielprobe

Glanzvolle Festspielstimmung herrschte an der Brückstraße und Feststimmung nicht nur im Publikum im ausverkauften Haus, sondern auch hinter den Kulissen. Das wohl beste Orchester der Welt war begeistert vom Saal und seiner vorzüglichen Akustik. „Wir können hier noch leiser und differenzierter spielen als zu Hause. Diese Akustik trägt wunderbar“, schwärmte Kontrasbassist Michael Bladerer bei der Einspielprobe. Der Bassist hatte, nachdem ihm seine Orchesterkollegen auf der Fahrt viel Gutes über das Konzerthaus erzählt haben, Dirigent Christian Thielemann angerufen, mit dem die Wiener 2002 in Dortmund zu Gast waren. „,Der Saal klingt wirklich sehr gut‘ hat Thielemann mir gesagt. Und das hat man gerade ja auch gehört“, freute sich Bladerer beim Kaffee in der Konzertpause.

Mit Geigenbauer

„Die Akustikerin Ihres schönen Saals sollte noch mehr Konzerthäuser bauen“, freute sich die Agentin des berühmten Orchesters nach dem Konzert. Wiener Würstchen hat Elke Stadler, Hausdame des Konzerthauses, den Musikern da serviert. Ein Unikum sind bei dem Orchester mit dem berühmtesten Streicherklang der Welt nicht nur die Ersatz-Geige, Bratsche und -Cello, die im Konzert am ersten Pult hingen. Die Wiener reisen als einziges Orchester immer mit einem Geigenbauer. Marius Laufer kümmerte sich in Dortmund um die kostbaren Instrumente der 100 Philharmoniker, zu denen auch vier Stradivaris gehören. „Kleine Reparaturen wie offene Leimstellen oder die Bogenbehaarung können wir vor Ort machen; in Dortmund ist zum Glück nichts passiert“, erzählt der Geigenbauer. Gestern sind die Wiener wieder zurück an die Donau gefahren. Den charismatischen Georges Prêtre sehen sie und die Zuschauer im Wiener Neujahrskonzert wieder.

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