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Dortmunder Witwe verklagte Steinmetz wegen Grabstein

Grab ihres Mannes war Witwe nicht schwarz genug

Dortmund/Castrop-Rauxel Weil einer Witwe aus Dortmund das prunkvolle Grab ihres Mannes in Castrop-Rauxel nicht schwarz genug war, wollte sie ihr Geld zurück und verklagte den Steinmetz.

Grab ihres Mannes war Witwe nicht schwarz genug

Um diesen Grabstein geht es. Laut der Witwe ist ihr der Naturstein nicht schwarz genug. Foto: Werner von Braunschweig

Wenn es nicht um einen Todesfall gehen würde, könnte man über diesen Fall fast ein wenig schmunzeln. Die Geschichte beginnt 2015. Die Dortmunder Witwe wollte für ihren, bei einem Unfall verstorbenen, Mann eine prächtige Grabanlage mit Denkmalcharakter errichten. „Für so einen geliebten Menschen hätte ich am liebsten eine ganze Pyramide gebaut“, sagte die Frau am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht in Hamm.

Aus diesem Grund hatte sie sich an einen Steinmetz und Bildhauer aus Herne gewandt. Entstanden ist schließlich eine Anlage aus Granitstein, mit Säulen und einem Engel. Der Preis: 13.500 Euro.

Helle Schattierungen zeichneten sich ab

Glücklich wurde die Dortmunderin damit aber nicht. Sie hatte ausdrücklich einen schwarzen Stein gewollt. „Weil schwarz so elegant ist“, sagte sie den Richtern. Umso enttäuschter war sie, als sie ein paar Wochen später entdeckte, dass sich helle Schattierungen auf den Granitplatten (Farbe: India Black) abzeichneten.

Sie verklagte den Steinmetz, wollte das ganze Geschäft rückabwickeln. Begründung: Der Stein sei nicht schwarz genug.

In einem ersten Prozess vor dem Dortmunder Landgericht hatte die Frau sogar Recht bekommen. Dort hatten die Richter entschieden, dass der Steinmetz sie nicht ausreichend über die Beschaffenheiten von Naturstein aufgeklärt habe.

Steinmetz erzielt Einigung

In der Berufung vor dem Oberlandesgericht Hamm sahen das die Richter allerdings anders. Dort hieß es: Die Farbabweichungen seien nur aus kürzester Entfernung sichtbar. So dass man unterm Strich doch eher nicht von einer „signifikanten Abweichung“ ausgehen könne.

Um den Streit friedlich beizulegen, schlugen sie dem Steinmetz jedoch vor, der Kundin freiwillig zehn Prozent des Preises zurückzuerstatten. Darauf wurde sich am Ende auch geeinigt.

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