Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Graf von der Mark blitzte ab

WAMBEL CDU-Politiker und Hobby-Historiker Christian Barrenbrügge hat Daten und Fakten aus der Geschichte Wambels, seines Wohnortes, zusammengetragen. Auch Wambel feiert in diesem Jahr sein 1125-jähriges Bestehen.

Im Jahre 882 wird in den Steuerlisten des Essener Klosters Werden ein freier Mann und Einwohner mit Namen Siward aufgeführt, der seine Abgaben in Höhe von acht Pfennig zu entrichten hatte. Dies ist die älteste erhaltene Fixierung des Siedlungsnamens Uuonomanha - heute Wambel.

Die Ursprünge des Dorfes sind unklar, vermutlich zur Zeit der Karolinger fanden die ersten dauerhaften Besiedlungen statt.

Im 13. Jahrhundert gehörte Wambel zur Grafschaft Dortmund. Der Graf von der Mark wollte dies ändern und stattete mit seinem Gefolge Wambel einen bewaffneten Besuch ab. Wambel als östliche Bastion der Grafschaft Dortmund wehrte sich. Eine Landwehr wurde im 14. Jahrhundert errichtet und existiert noch heute in Scharnhorst, das einst Wambeler Gebiet war.

Bäuerliches Leben war in Wambel typisch

Nach dem Ende der Franzosenzeit wurde Wambel wie auch Dortmund durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses 1815 preußisch. Das bäuerliche Leben entweder als Knecht oder Familienangehöriger war typisch für einen Wambeler. Die Industrialisierung ließ die Bevölkerungszahl steigen. Die Eisenbahnstrecke von Köln-Deutz nach Hamm trennte 1847 den Wambeler Norden vom übrigen Dorf ab. Die im Wambeler Norden 1872 abgeteufte Zeche Scharnhorst entwickelte sich nach Rückschlägen so erfolgreich, dass viele Arbeiter in ihrer direkten Umgebung siedelten und dort dauerhaft blieben. Das Ergebnis ist bekannt: Heute heißt nicht nur der Ort, sondern ein ganzer Stadtbezirk so, wie die Wambeler damals ihre Zeche tauften.

1918 wurden Wambel und Brackel Teile von Dortmund, dabei schrumpfte Wambel auf ein Gebiet südlich der Eisenbahngleise. Da das Dorf schon gut besiedelt war, blickten die Stadtplaner verstärkt in den hügeligen Wambeler Süden. Es entstanden die Galopp-Rennbahn und die Kasernen für die Polizeimannschaften. Nach 1945 verlor Wambel nahezu seine gesamte Landwirtschaft. Es entwickelte sich zu einem reinen Wohnvorort der Großstadt Dortmund.

 

Die vielfach unentdeckte Geschichte Wambels lohnt, erforscht zu werden. Dafür werden engagierte Bürger gebraucht. Wer Interesse hat, in einem kleinen historischen Club auf Spurensuche zu gehen, ist eingeladen mitzumachen. Kontakt: Christian Barrenbrügge, Tel. 28 65 27 99, e-mail: Barrenbruegge@gmx.de

Orte:

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Staus und Verspätungen

Auch Dortmunds Osten leidet unter Baustellen-Flut

IM OSTEN. Baustellen, Umleitungen, Staus: Nicht nur in Dortmunds Süden, sondern auch im Osten ist es momentan vor allem morgens alles andere als ein Vergnügen, in die City zu kommen. Auf mehreren wichtigen Straßen wird derzeit gleichzeitig gebaut. Doch Besserung ist in Sicht.mehr...

Nach Öffentlichkeitsfahndung

Vermisster Wambeler nach zwei Tagen wieder aufgetaucht

WAMBEL Zwei Tage lang war ein 53 Jahre alter Wambeler verschwunden - nach gut drei Stunden Öffentlichkeitsfahndung ist er wieder aufgetaucht. Hinweise aus der Bevölkerung führten die Polizei zu ihm. Er ist nun in Behandlung.mehr...

Schützenfest in Wambel

Kaiser Frank I. verteidigt seinen Thron

WAMBEL Das Schützenfest des Bürger- und Schützenvereins Wambel wird in die Geschichte des Vereins eingehen. Zum ersten Mal gelang es dem Kaiser, den Holzvogel ein weiteres Mal abzuschießen und damit seine Amtszeit zu verlängern.mehr...

Wambeler SV

Diese Amateur-Fußballer haben ihre eigenen Abziehbilder

WAMBEL Bei den Amateur-Fußballern des Wambeler SV ist das Sammelfieber ausgebrochen. Seit wenigen Tagen gibt es alle Mannschaften und Spielerporträts als Abziehbilder. Wir erklären, wie die witzige Idee entstanden ist - und wo es die begehrten Bilder zu kaufen gibt.mehr...

Rennbahngelände

Lascher Umgang mit Asbest - Baustelle stillgelegt

Wambel Wegen massiver Mängel bei Dacharbeiten auf dem Rennbahnbahngelände hat die Bezirksregierung die Baustelle am Donnerstag (27. 7.) vorübergehend stillgelegt. Das wurde am Dienstag bekannt. Bauherr ist der Rennverein. Mit Asbest belastete Faserzementplatten von 1962 sollen nicht ordnungsgemäß demontiert worden sein.mehr...

Bundesstraße war gesperrt

Totes Reh auf der B236: Unfall mit fünf Verletzten

WAMBEL Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B236 sind am späten Donnerstagabend fünf Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Bei einer Frau bestand möglicherweise sogar Lebensgefahr. Die Bundesstraße war kurzzeitig gesperrt. Ein totes Reh auf der Fahrbahn hatte die verhängnisvolle Ereigniskette ausgelöst.mehr...

NEU: Die wichtigsten Nachrichten aus Dortmund täglich auf Ihr Smartphone
WhatsApp
Jetzt anmelden