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Nazi-Angriff am Kommunalwahlabend

Gregor Gysi vertritt Dortmunder Piratin nach Rathaus-Blockade

DORTMUND Die Dortmunder Ratsfrau Nadja Reigl gehört zu den 13 Rathaus-Blockierern der Wahlnacht am 25. Mai 2014, gegen die die Staatsanwaltschaft Strafbefehle beantragt hat. Das Gericht muss noch über ein mögliches Strafverfahren entscheiden, aber Piratin Reigl hat bereits prominente anwaltliche Unterstützung: Gregor Gysi.

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Mandatsannahme in der Berswordthalle (von links): Die Piratin Nadja Reigl erhält von Ulrich Spangenberg und Silvia Nolte die Unterlagen für ihre Arbeit in der Bezirksvertretung in Hörde.

Der Linke-Bundestagsfraktionsvorsitzende Gregor Gysi gibt in Berlin eine Pressekonferenz. Foto: Rainer Jensen/Archiv

Der Berliner Anwalt Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender der Linken im Bundestag, hat sich bereit erklärt, die Verteidigung von Nadja Reigl zu übernehmen. Die Ratsfrau aus der Fraktion "Die Linke & Piraten" hatte bei dem Überfall der Neonazis auf das Rathaus einen Fausthieb von einem stadtbekannten Rechtsextremen mitten ins Gesicht bekommen. Doch gegen sie wurde wie anfangs gegen insgesamt 65 Rathaus-Blockierer Strafbefehl wegen Nötigung beantragt.

Hendrik Thalheim, Sprecher von Gysi, bestätigte, dass der Chef der Bundestagsfraktion der Linken, Reigls Verteidigung übernehmen wolle, allerdings befinde sich das Mandat noch "im Vorstadium einer anwaltlichen Vertretung". Gysi habe noch keine Akten lesen können, doch es gebe ein "wechselseitiges Interesse" an dem Mandat. Die Anfrage ging von der Dortmunder Ratsfraktion der Linken & Piraten aus.

Täter nicht zu Opfern machen

Ein solcher rechtsextremistischer Überfall mit körperlicher Gewalt und volksverhetzenden Parolen gegen gewählte Volksvertreter, so Gysi, müsse geahndet und die Täter zur Verantwortung gezogen werden, "statt sie zu Opfern zu machen." 

Der in Rede stehende Neonazi muss sich am 30. Juni wegen des Vorwurfs der Körperverletzung vor Gericht verantworten. Nadja Reigl ist als Zeugin geladen und als Nebenklägerin. Bei diesem Verfahren hat sie den Dortmunder Rechtsanwalt Manuel Kabis als Rechtsbeistand.

Zwei Schläge von zwei Neonazis

Vermutlich wird ihr erst anschließend die Strafanzeige wegen Nötigung zugestellt, gegen die sie dann Widerspruch einlegen wird. Dann würde Gregor Gysi als Anwalt in Erscheinung treten. Insgesamt hatte Reigl sogar zwei Schläge von zwei verschiedenen Neonazis erhalten. Sollte auch ein Verfahren wegen Körperverletzung gegen den zweiten Neonazi eröffnet werden, wäre Gysi bereit, Reigl als Nebenklägerin oder Zeugenbeistand anwaltlich zu vertreten, bestätigten Reigl und Gysi-Sprecher Thalheim.

Für Nadja Reigl sagt das vorliegende Video-Material alles. Darauf sei neben dem Faustschlag klar zu erkennen, dass der Neonazi der Angreifer war. Er hielt eine volle Flasche schlagbereit in der Hand.

DORTMUND Kehrtwende im Fall Schneckenburger: Polizei und Staatsanwaltschaft haben das Ermittlungsverfahren gegen den Neonazi Dietrich S. wegen Körperverletzung wieder aufgenommen. Er hatte am Abend der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 die damalige Landtagsabgeordnete Daniela Schneckenburger niedergeschlagen.mehr...

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