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Gymnasium Schweizer Allee versteht Politik und Stadt nicht

APLERBECK Zwei Verwaltungsgerichte haben auf dem Grundstück des Gymnasiums an der Schweizer Allee aus Lärmschutzgründen das Spielen verboten, um Nachbarn vor Lärm zu schützen. Allein Schulsport ist erlaubt. Nur einen Steinwurf weiter mutet die Stadt ihrem Heusmeister einen Skaterpark zu.

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Spiel und Sport (außer Schulsport) sind auf dem Schulgrundstück verboten. Für den benachbarten Skaterpark gilt das nicht.

Auf diesem Basketballfeld soll die neue Dienstwohnung entstehen.

Die Diskussion um den 260.000-Euro-Neubau einer Dienstwohnung für das Hausmeister-Paar am Gymnasium an der Schweizer Allee nimmt kuriose Züge an und verwirrt Eltern, Schüler und Lehrer – die zwei Jahre im Einvernehmen mit der Stadt und der Bezirksvertretung um eine Lösung gerungen haben. Kurios ist die Nachrichtenlage deshalb, weil das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen und das Oberverwaltungsgericht Münster auf dem Schulgrundstück u. a. den Betrieb einer vor zehn Jahren errichteten Basketballanlage gestoppt hat, um die Nachbarn vor Lärm zu schützen.

Am anderen Ende des Grundstücks war der Stadt der Lärmschutz nicht so wichtig – und zwar genau gegenüber der Wohnung des Hausmeisters, der unterschreiben musste, dass er mit dem Betrieb des Skaterparks einverstanden ist – während die Stadt und die Bezirksvertretung Aplerbeck eine für ihn „akzeptable Lösung“ schaffen. Die Einverständniserklärung läuft im Februar 2009 aus. Was dann mit dem Skaterpark geschieht, steht in den Sternen.Verwirrt ist Schulleiterin Inge Levin deshalb, weil die 1600 Unterschriften im Büro des Oberbürgermeisters eine schnelle Reaktion erwirkt und ein zwei Jahre dauernder Schriftwechsel sowie endlose Gespräche Einvernehmen suggeriert hatten. Einvernehmen darüber, dass der Hausmeister den Skater-Lärm schluckt, um später in eine Dienstwohnung zu ziehen, die die Stadt auf der außer Betrieb genommenen Basketball-Spielfläche errichtet. Dass die Bezirksvertretung und Ratsmitglieder urplötzlich noch Beratungsbedarf sehen, überrascht nicht nur die Schulleiterin: Inge Levin bezeichnete das Zögern in der Bezirksvertretung am Dienstag als „Lehrstück für unsere Schülervertretung.“ Nur, so ihre Frage: „Was läuft da eigentlich im Hintergrund?“

Die Schule jedenfalls hat klare Vorstellungen: Die Stadt setzt die in Aussicht gestellte „akzeptable Lösung“ um – und in der alten Wohnung entsteht ein zusätzliches Klassenzimmer für die 1200 Schülerinnen und Schüler sowie die 81 Lehrer, die mit akuter Raumnot leben müssen. Weil das Gymnasium, abermals im Einvernehmen mit der Stadt, mehr Schüler aufgenommen hat als der Raumplan das eigentlich zulässt. 

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