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Hafenliebe und "Gedichde"

Der Schalter "Edelmetalle" blieb Sonntagabend geschlossen. Dafür funkelte es direkt gegenüber umso heller: Gerd Dudenhöffer, Nachwuchs-Autor Tobias Rauh und das Fritz Maldener Trio verliehen der Lesart-Bühne zum Abschluss Glanz.

Das hohe Glasdach der Kundenhalle schien die Erwartungen des Publikums vorwegzunehmen: Die waren nach oben offen, nachdem Sparkassen-Vorstandsmitglied Guido Rohn das Festival als "Gegenteil zu Pisa" ausgerufen und Gerd Dudenhöffer angekündigt hatte.

Zunächst aber reichte Rohn den Scheck (750 ) an den Gewinner des LesArt-Preises der jungen Literatur weiter: Tobias Rauh, Jahrgang 1981. Der zückte die Kamera und ermunterte das Publikum, fürs Erinnerungsfoto "mal richtig durchzudrehen". Ebenso schwungvoll las der Poetry-Slam-Routinier dann Auszüge seines Siegerbeitrags, Kurztitel: "Hafenliebe". Die mutige Entscheidung für Rauhs Nordstadtmilieu-Groteske spiegelte sich in den Augen des Publikums: Lachtränen in den einen, Ratlosigkeit in den anderen. Auf seine laut Jury "bis zur Skurrilität überzeichneten Figuren" angesprochen, spekulierte der Autor augenzwinkernd: "Die wohnen wahrscheinlich nicht im Norden."

"Dudenhöffer dichtet", kündigte Moderator Ulrich Land (WDR) den zweiten Programmpunkt an. Der stellte, ohne Heinz Becker-Kapp und mit ernstem Gesicht, klar: "Moltofill auch." Lakonischer Humor und Sprachgefühl zeichnen Dudenhöffers "Opuscula - Lyrische GEDICHdE" aus. Und eine formale Gemeinsamkeit: Ein "barocker Aufbau" (Dudenhöffer) aus geschliffenem Hochdeutsch wird mit der letzten Zeile in Saarländischer Mundart ironisch gebrochen. Klingt kompliziert, ist aber lustig.

Nach einer Lesepause, die mit feinem Jazz vergoldet wurde, folgten Leseproben des polyglotten Humoristen, unter anderem aus der neuen Erzählung "Die Reise nach Talibu". tag www.derkatze.de.

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