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Prozess um Gasexplosion in Hörde

Haus-Explosion: Psychiater soll 24 Ärzte befragen

DORTMUND Im März diesen Jahres zerstörte eine Gasexplosion ein Haus an der Teutonenstraße in Hörde. Bei der Explosion starb eine 36-jährige Mieterin. Die Schuldfähigkeit des mutmaßlichen Täters wird derzeit untersucht. Und das ist alles andere als eine einfache Aufgabe.

Haus-Explosion: Psychiater soll 24 Ärzte befragen

Der Angeklagte im Prozess um die Haus-Explosion von Hörde. Foto: Jörn Hartwich

Der Prozess um die verheerende Gasexplosion in Hörde wird frühestens am 30. November zu Ende gehen. Bevor Psychiater Bernd Roggenwallner sein Gutachten zur Schuldfähigkeit des Angeklagten Stefan T. erstatten kann, soll er alle Ärzte befragen, bei denen der Angeklagte in den vergangenen Jahren in Behandlung war.

Verteidigerin Nicola Skoberne hat dem Sachverständigen schon vor einigen Wochen eine Liste mit 24 Namen von Ärzten übergeben. Da der Angeklagte behauptet, seit der Explosion unter einem weitreichenden Gedächtnisverlust zu leiden, war es offenbar nicht leicht, diese Liste zusammenzustellen. „Er weiß wirklich nicht mehr, mit welchen Beschwerden er bei welchem Arzt war“, sagte Skoberne am Freitag

Aufwändige Recherche

15 der 24 Ärzte hat Psychiater Roggenwallner inzwischen erreicht. Und von einem hat er einen Hinweis auf einen weiteren Mediziner bekommen, der T. untersucht haben soll, aber nicht auf der Liste steht. „Es ist mühsam und kostet mich Stunden“, erklärte der Psychiater den Richtern. Möglicherweise sei es besser, die fehlenden neun Mediziner als Zeugen ins Gericht zu laden.

Die Richter setzen das Verfahren nun am 30. November fort. Entweder hat der Psychiater bis dahin alle Ärzte gesprochen oder die Mediziner werden tatsächlich als Zeugen geladen. Geplant ist, dass an diesem Tag auf jeden Fall das Gutachten erstattet wird.

DORTMUND Im Prozess um die tödliche Haus-Explosion von Hörde hat sich der Angeklagte am Montag erstmals selbst zu Wort gemeldet. Der komplette Tag der folgenschweren Explosion sei aus seinem Gedächtnis verschwunden, sagte der 49-jährige Stefan T. aus. Dann wandte er sich persönlich an die Angehörigen seiner gestorbenen Ex-Nachbarin.mehr...

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