Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Verdunkelungsgefahr

Hebamme im Gericht verhaftet

DORTMUND Im Dortmunder Landgericht ist am Donnerstagabend eine angeklagte Hebamme festgenommen worden. Bei einer ambulanten Geburt in einem Hotel in Unna war vor rund fünf Jahren ein Kind gestorben. Haftgrund ist Verdunkelungsgefahr.

Hebamme im Gericht verhaftet

Die Richter im Dortmunder Landgericht haben den Mann, der seine Mitbewohnerin vergewaltigen wollte, verurteilt.

Wie sich am Donnerstagabend herausstellte, besitzt die Hebamme immer noch Gewebeproben des Kindes  - sie sind wichtiges Beweismaterial in dem Prozess. Was während der rund 17-stündigen Hausgeburt am 30. Juni 2008 in einem Hotel in Unna falsch verlief, ist nicht geklärt. Seit Anfang September 2012 will die Schwurgerichtskammer im Dortmunder Landgericht die Frage klären, warum das Kind letztlich tot zur Welt kam.

Gestern dann eine außergewöhnliche Wendung in dem Prozess: Die wegen Totschlags angeklagte Hebamme wurde im Gericht festgenommen und kam direkt in Untersuchungshaft. Nachdem das Kind vor fünf Jahren gestorben war und die Staatsanwaltschaft damals den Leichnam freigegeben hatte, hatte die Hebamme, die gleichzeitig auch Ärztin ist, dem Kind Gewebeproben entnommen. Das war offenbar mit Einwilligung der Eltern geschehen, die für die Geburt extra aus Lettland angereist waren. Die Gewebeproben sollten dazu dienen, die genaue Todesursache des Kindes festzustellen.  

Während der Verhandlung am Donnerstag stellte sich vor Gericht heraus, dass diese Proben sich offenbar immer noch im Besitz der 1953 geborenen Hebamme befinden. Für das Gericht sind diese Proben wichtiges Beweismaterial, dessen Existenz bisher nicht bekannt war  - wegen Verdunkelungsgefahr wurde die Frau um kurz vor 18 Uhr direkt in Untersuchungshaft genommen, so eine Sprecherin des Landgerichts.  

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Zuhälter-Prozess

Angeklagter soll Minderjähriger Nase gebrochen haben

DORTMUND Mit neuen Vorwürfen gegen die Angeklagten ist am Landgericht Dortmund der Prozess um die illegale Zwangsprostitution einer minderjährigen Bulgarin fortgesetzt worden. Eine frühere "Kollegin" der jungen Frau bestätigte, dass die Zuhälter regelmäßig handgreiflich und brutal geworden seien.mehr...

Prozess am Landgericht

War 39-Jähriger an Gullydeckel-Einbrüchen beteiligt?

DORTMUND Fast zehn Jahre nach einer Serie von Einbrüchen in Tankstellen, Schlecker-Märkte und Lottobuden hat vor dem Dortmunder Landgericht der Prozess gegen einen 39-jährigen Mann begonnen. Die Staatsanwaltschaft sieht in ihm ein Mitglied der sogenannten Gullydeckel-Bande. Doch der Angeklagte mauert.mehr...

Prozess am Landgericht

Mutmaßliche Mercedes-Räuber weisen Vorwürfe zurück

DORTMUND Zwei Jahre nach einem mutmaßlichen Autoraub in Eving beschäftigt der Fall das Dortmunder Landgericht. Die beiden Angeklagten sollen erst Interesse an einem Mercedes-Gebrauchtwagen signalisiert, das Fahrzeug dann aber mit Drohungen ohne Bezahlung an sich gebracht haben. Sie selbst weisen die Vorwürfe jedoch zurück.mehr...

Prozess am Dortmunder Landgericht

Mutmaßliche Lidl-Erpresser gehen aufeinander los

DORTMUND Im Prozess gegen die beiden mutmaßlichen Lidl-Erpresser wird das Klima zwischen den Angeklagten immer frostiger. Am Montag erhob die Verteidigerin des 45-jährigen Verdächtigen einmal mehr schwere Vorwürfe gegen den ein Jahr älteren mutmaßlichen Mittäter – und legte einen Stapel Unterlagen vor, die ihren Mandanten angeblich entlasten können.mehr...

Prozess am Landgericht

Kunden sollen Dealer am Westpark überfallen haben

DORTMUND Ein nächtlicher Spaziergang auf der Langen Straße soll einem Kokaindealer Ende März zum Verhängnis geworden sein. Zwei "Kunden" sollen den Mann bedroht, überfallen und mit einem Messer verletzt haben. Einem der mutmaßlichen Täter wird seit Mittwoch der Prozess gemacht. Bei der Zeugenbefragung erlebten die Richter eine Überraschung.mehr...

Terrorprozess am Landgericht

Richter zeigen IS-Video mit Anleitung zum Bombenbau

DORTMUND Im Dortmunder Terrorprozess gegen einen mutmaßlichen IS-Sympathisanten haben die Richter am Mittwoch ein Propaganda-Video der verbotenen Terror-Organisation Islamischer Staat (IS) gezeigt. Darin wird unter anderem gezeigt, wie man mit Haushaltsgegenständen eine Bombe baut.mehr...