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Hexer aus dem Schornstein

Kinder können sich auf ein phantasievoll-üppiges Bühnenbild freuen, Erwachsene auf den Tenor Hannes Brock mit Schlitz im Kleid: Am Freitag feiert Humperdincks Oper "Hänsel und Gretel" Premiere.

Ein opulentes Stück: Neben sechs Solisten treten zehn Statisten auf, dazu 14 Engel und 40 Kinder der Chorakademie Dortmund - von den Philharmonikern im Orchestergraben ganz zu schweigen. Die Märchenhandlung muss man wohl keinem Kind mehr erklären. Das Libretto von Adelheid Wette setzt eine Rahmenhandlung drum herum: Ein Geschwisterpaar spielt im heimischen, gut bürgerlichen Wohnzimmer das Grimmsche Märchen nach. "Nach und nach verwandelt sich das Wohnzimmer in einen Märchenwald", sagt Regisseur Dominik Wilgenbus, der "Hänsel und Gretel" bereits vor zehn Jahren in Dortmund in Szene setzte. Günter Waller, musikalischer Leiter, schwärmt von der Komposition: "Die Musik ist großes Kino fürs Orchester", meint er, "ich muss die Musiker richtig zügeln".

Sandra Linde hat ein bewegliches Bühnenbild entworfen, "auf der Bühne wird ständig etwas passieren", verspricht der Regisseur. Das findet er besonders deshalb wichtig, weil "Hänsel und Gretel" für viele Kinder die erste Oper überhaupt ist, die sie sehen. Geeignet ist das Stück für Kinder jeden Alters.

Als Solisten zu sehen und zu hören sind in der Erstbesetzung Maria Hilmes als Hänsel, Martina Schilling als Gretel und Hannes Brock als Knusperhexe, die tatsächlich aus dem Schornstein kommt und über die Bühne fliegen wird. Die inzwischen doppelt preisgekrönte Julia Novikova ist als Sand- und Taumännchen zu erleben. pin

Premiere am 16. 11. (Restkarten), 19.30 Uhr, weitere Termine: 22., 30.11., Karten: Tel. 50-2 72 22

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