Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige

5 Punkte, die Sie kennen sollten

Hier machen die Dortmunder 2016 Urlaub

DORTMUND Sonne tanken in Tunesien, Ägypten oder der Türkei? Nein, danke. Im Moment eher besser nicht. Der Terror hat die Reisewelt gründlich durcheinander geschüttelt. Und was macht der Urlauber aus Dortmund? Die Redaktion hakte nach in mehreren Reisebüros. Die 5 wichtigsten Punkte finden Sie hier.

Hier machen die Dortmunder 2016 Urlaub

Geschäftsführer Max Ahlheit vom Central-Reisebüro hat noch reichlich Türkei-Prospekte im Angebot, genauso wie auch seine Büro-Konkurrenten.

Punkt 1: Türkei ist ein echtes Schnäppchen

Abwarten und Teetrinken. Letzteres aber nicht im Land jenseits des Bosporus. Dabei wird das Preiswert-Ziel aktuell so billig verramscht wie nie. Für 291 Euro pro Person sind im Juni eine Woche Türkei-Urlaub mit Flug im Vier-Sterne-Hotel all inclusive drin. Für 50 Euro mehr sogar ein Fünf-Sterne-Hotel. Das Auswärtige Amt in Berlin spricht Reisewarnungen aktuell für 25 Länder weltweit aus. Stark vertreten darunter sind afrikanische Länder. Tunesien aber ist nicht dabei, für Ägypten gilt eine Teilreisewarnung. Und die Türkei findet sich auch nicht in der Liste.

Punkt 2: Das bekommen Familien für ihr Geld

Max Ahlheit, Geschäftsführer mehrerer Reisebüros, darunter das Central-Reisebüro an der Hansastraße, ist auf der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin unterwegs. Er sieht sich dort nach Alternativen um. Für Familien wird‘s schwierig in den Sommerferien. Spanien, Portugal laufen dicht, auch Fernreiseziele wie Mexiko und Kuba dürfen sich auf mehr Urlauber aus Dortmund freuen.

„Wenn zu uns Kunden kommen, die für 2500 Euro zwei Wochen Urlaub buchen wollen mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern, den müssen wir sagen, dass dies in der Türkei sicher möglich sei, aber auf den Balearen kostet der Urlaub bestimmt 1000 Euro mehr“, so der Reiseexperte.

Punkt 3: Das sind die Insider-Tipps 

Noch verbucht Ahlheit kein Minus als Vermarkter, weil er seine Kunden in anderen Destinationen unterbrachte. Wenn im westlichen Mittelmeer aber alles dicht ist, könnte es enger werden für die erfolgsverwöhnte Reisebranche. Bis zum Ausbruch der anhaltenden Krisen und Terrorgefahr ließen sich deutsche Touristen nicht einschüchtern.

Max Ahlheit sieht alternative Ziele für einen entspannten Urlaub auf den Kapverdischen Inseln („billiger als die Kanaren und schöner“, fügt er hinzu). Sie liegen rund 570 Kilometer vor der afrikanischen Westküste. Auch Porto Santo böte sich an, die sandige Schwesterinsel von Madeira im Atlantik (Ahlheit: „Wie Fuerteventura vor 30 Jahren.“). Oder eine Kreuzfahrt im westlichen Mittelmeer.  Die italienischen Anbieter Costa und MSC böten eine Woche ab etwa 800 Euro an mit hohen Kinderermäßigungen, sagt Max Ahlheit.

Punkt 4: Steinige Strände sind oft No-Go 

Im City-Reisebüro von Kurt und Christian Hosbach an der Kuckelke spürt Büroleiterin Cornelia Lessmann-Thiel auch eine starke Zurückhaltung bei den Buchungen für alle griechischen Inseln, die der Türkei vorgelagert sind. Das weiter westlich liegende Kreta funktioniere noch, die Halbinsel Chalkidiki bei Thessaloniki auf dem makedonischen Festland ebenso. Bulgarien sei für viele keine billige Alternative zur Türkei. Die Büroleiterin hörte schon von Kunden, aus Bulgarien kämen doch so viele Menschen nach Dortmund.

Warum sollten sie dann dorthin in den Urlaub fahren? Auch Kroatien und Istrien seien für viele Familien keine Ziele, wegen der zumeist steinigen Strände. Und Italien soll noch teurer sein als Spanien. „Dann bleibt für viele Familien in diesem Sommerurlaub oft nur die Alternative: entweder weniger Tage buchen oder ein billigeres Hotel“, sagt Lessmann-Thiel. Sie fürchtet angesichts der Nachfrage für die iberische Halbinsel diesmal viele Überbuchungen, verursacht durch die Hoteliers vor Ort, die einfach darauf setzten, so die Büroleiterin, dass etliche Urlauber noch kurzfristig zurücktreten würden von der Reise.

Punkt 5: Noch wird abgewartet

Mareen Schink aus dem Lensing Reisebüro stellt fest, dass sehr viele Kunden noch abwarten. Die Nachfrage für Ferienwohnungen und -häuser steige. Dänemark und Norwegen könnten davon profitieren, glaubt sie. Dass aber ausgerechnet die günstigen Reiseziele im östlichen Mittelmeer wegen der andauernden Terrorgefahr derzeit nur für wenige unerschrockene Urlauber in Frage kommen, treffe die Familien in diesem Sommer besonders hart.

Melanie Pohl, Chefin des Reisebüros Flugbörse an der Schleefstraße in Aplerbeck beobachtet eine starke Verschiebung der Buchungen. „Früher war der November der Hauptmonat zum Buchen der Sommerferien, jetzt zieht sich das bis tief in den März“, sagt Pohl. Im Februar hatte sie auch wieder Anmeldungen für Türkei-Urlaube im Mai und im September, allerdings eher von Paaren. Familien suchten nach Alternativen in Spanien, sagt auch sie. Tunesien und Ägypten spielten keine Rolle.

DORTMUND Am Mittwoch hebt der Flieger nach Sri Lanka ab. Ein Moment, den Marlena Molitor liebt. Wenn sich das Flugzeug langsam vom Boden löst, sie in ein neues Land bringt und das Abenteuer beginnt, dann ist die 20-Jährige glücklich. Das nächste Abenteuer ist ein ganz besonderes. Denn es ist die erste Reise des Praktikums ihres Lebens.mehr...

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Großeinsatz in Dorstfeld

Rauch im Hannibal - Feuerwehr rückt aus

DORSTFELD Großalarm am Hannibal in Dorstfeld: Wegen einer größeren Menge Rauchs ist die Feuerwehr in der Nacht zu Dienstag zum riesigen Wohnkomplex ausgerückt. Einen Brand fand die Feuerwehr zwar nicht - aber warm wurde es im Gebäude trotzdem.mehr...

Übersichtskarte

Das wird aus den Ex-Filialen von Sparkasse und Volksbank

Dortmund 17 Filialen der Dortmunder Volksbank und 16 der Sparkasse Dortmund schlossen seit 2016. Gerade in den Stadtteilen gab es die Sorge, die Räumlichkeiten könnten lange leer bleiben. Nun sind einige sinnvolle Nachnutzungen in Sicht. Auf einer interaktiven Karte zeigen wir, was der aktuelle Stand an allen Standorten ist.mehr...

Übersicht

Hier wird in Dortmund geblitzt

DORTMUND Die Dortmunder Polizei und das Dortmunder Ordnungsamt verraten täglich, wo die Geschwindigkeit der Autofahrer kontrolliert wird. Auf unserer Übersichtskarte zeigen wir die Straßen, an denen Polizei und Ordnungsamt blitzen wollen.mehr...

Keine Anwohner betroffen

Bombenfund am Hafen - Blindgänger ist entschärft

DORTMUND Zweiter Bombenfund in drei Tagen: In Huckarde ist am Mittwoch am Rande des Hafens eine 125-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Im Gegensatz zum Bomben-Trio von Lindenhorst am Montag waren diesmal jedoch weder Anwohner noch größere Straßen betroffen. Die Entschärfung lief ohne Probleme.mehr...

Spektakulärer Video-Flug

Fliegen Sie durch Dortmunds Nebeldecke

DORTMUND Dichte Nebelschwaden lagen am Mittwochmorgen über Dortmund. Nur die höchsten Punkte der städtischen Skyline wie der Florianturm ragten aus dem Dunst hervor. In einem kurzen Video nehmen wir Sie mit auf die Reise durch die Nebeldecke - mit einem spektakulären Ende.mehr...

Feuerwerksunglück von Datteln

Gastronom zahlt beinamputiertem Opfer 3000 Euro

DORTMUND/DATTELN Im "Böller-Prozess" gegen einen Gastronom (51) aus Lütgendortmund hat der Angeklagte am Mittwoch finanzielle Wiedergutmachung in Aussicht gestellt. Bereits in den kommenden Tagen will er vorab 3000 Euro an das Hauptopfer überweisen. Der Frau musste nach Querschlägern aus einer Feuerwerksbatterie ein Unterschenkel amputiert werden.mehr...