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Poststreik

Hilfe, mein Brief kommt nicht an - Das rät die Verbraucherzentrale

DORTMUND Viele Leser haben sich in den vergangenen Tagen gemeldet: Wegen des Poststreiks erhalten sie seit Tagen keine Briefe und Pakete. Das wirft auch viele Fragen auf. Wir haben diese gesammelt und unter anderem bei der Verbraucherzentrale Dortmund um Rat und Tipps gefragt.

Hilfe, mein Brief kommt nicht an - Das rät die Verbraucherzentrale

Wer derzeit seine Post in den Briefkasten wirft, kann möglicherweise lange darauf warten, dass der Brief beim Empfänger eintrifft.

Bei Kündigungsbriefen selbst um Zustellung kümmern

Helene Schulte-Bories, Leiterin der Dortmunder Beratungsstelle der Verbraucherzentrale, sagt ganz klar: "Ich als Versender bin dafür verantwortlich, dass mein Brief pünktlich ankommt." Heißt: Gerade wenn es um Kündigungen von Abonnements, Handy-Verträgen oder gar der Wohnung gehe, müsse man alles dafür tun, dass der Adressat diese fristgerecht erhalte, sagt Schulte-Bories. Also: Einen anderen Versandweg finden, den Brief persönlich vorbeibringen oder einen Boten beauftragen.

Expressversand wird bislang noch nicht bestreikt

Auf Anfrage hieß es am Mittwoch bei der Post, dass der Expressversand von Briefen, Dokumenten und Paketen bislang noch nicht bestreikt werde. DHL Express gehört zur Marke DHL, also einer anderen Firma im Post-Konzern. Wer einen Expressbrief (120x60x60 cm, bis 500g) verschicken will, zahlt dafür allerdings 10,90 Euro. Ein Paket (2 bis 5 kg) kostet 24,90 Euro. Allerdings gilt auch hier: Wer wirklich sichergehen will und die Möglichkeit hat, ein wichtiges Schreiben persönlich beim Empfänger abzugeben, sollte dies tun. 

Es gibt alternative Versender von Briefen und Paketen

Im Paketbereich gibt es die bekannten Wettbewerber wie Hermes, GLS, DPD und so weiter. Bei Briefen ist das Angebot dünner. Eine Übersicht von Anbietern findet sich beispielsweise hier.   

Firmen müssen dafür sorgen, dass eine Rechnung ankommt

Mancher Dortmunder dürfte sich im Moment sorgen, dass er eine Rechnung wegen des Poststreiks nicht erhält. Helene Schulte-Bories von der Verbraucherzentrale Dortmund sagt dazu: Die Zahlungsfrist beginne erst, wenn die Rechnung beim Kunden eingetroffen sei. Insofern müsse sich die Firma, die die Rechnung stellt, darum kümmern, dass die Rechnung beim Kunden ankommt. Dass Firmen, die ja auch den Poststreik mitbekommen, Kunden nun gleich mahnen, könne sie sich nicht vorstellen.

Fehlende Reiseunterlagen? Lieber mal anrufen!

Die Sommerferien stehen vor der Tür - und die Urlaubsunterlagen sind noch nicht da. Ein großes Problem. Auch hier gelte, so Schulte-Bories: Ein Kunde hat einen Vertrag mit dem Reiseveranstalter abgeschlossen – dieser müsse also sicherstellen, dass die Unterlagen beim Kunden eintreffen. Im Zweifel durch einen teureren Versand. Schulte-Bories rät, nicht bis zur letzten Minute zu warten: „Da muss man auch einfach mal zum Hörer greifen und nachhören, wie man an die Reiseunterlagen kommt.“

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