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Schützenvereine

Holzen und Höchsten feiern aus Geldmangel zusammen

HÖCHSTEN Die Schützenvereine Holzen und Höchsten können in diesem Jahr kein eigenes Schützenfest auf die Beine stellen. Damit aber trotzdem ein Schützenkönig auserkoren werden kann, haben die beiden traditionellen Vereine eine gemeinsame Lösung gefunden.

Holzen und Höchsten feiern aus Geldmangel zusammen

Zwei Schützenvereine feiern in diesem Jahr erstmalig gemeinsam ein Schützenfest: Höchsten und Holzen.

Ein Schützenfest auszurichten ist teuer. Man benötigt eine eigene Wiese, ein eigenes Zelt, Musik, Verpflegung und ein mindestens zweitägiges Programm, inklusive Krönungsball. „Für uns ist es einfach zu kostenintensiv geworden“, erzählt Dagmar Bremshey, Vorsitzende des Schützenvereins Dortmund-Höchsten. „Deswegen haben wir uns gedacht: Es ist preiswerter, wenn wir ein Fest zusammen machen. Dann können wir uns auch gegenseitig helfen“, fügt Siegfried Woit von Höchsten hinzu. Zusammen feiern heißt, dass Höchsten am 23. und 24. Juni erstmalig mit dem Schützenverein Holzen ein gemeinsames Fest ausrichten wird. Bei diesem „Schützenfest im Doppelpack“, wie die Vereine es nennen, werden die beiden Vereine zwar jeweils ihren eigenen König ausschießen, aber ansonsten das Programm komplett zusammen gestalten.

Sich den Ablauf des Festes gemeinsam zu überlegen, sei nicht schwer gewesen, erzählt Brigitte Bierhoff-Walinski, Vorsitzende des SV Holzen. „Wir sind ja sowieso befreundet“, sagt sie – der Spielmannszug beispielsweise spiele schließlich schon seit zwei Jahren zusammen.Doch diese Zusammenarbeit hat einen ernsten Hintergrund: „Die Vereine werden kleiner. Da wird es immer schwieriger, für ein ganzes Wochenende etwas auf die Beine zu stellen“, erklärt Woit. Auch gebe es weniger Traditionsschützen, also diejenigen, die sich wirklich noch den grünen Rock anziehen. Gerade die Jüngeren seien dazu nicht mehr bereit. Und: „Die helfenden Hände werden auch überall weniger“, sagt Bierhoff-Walinski.

Aus der Not haben die Schützenvereine Holzen und Höchsten jedoch eine Tugend gemacht: Nicht nur wird am Festwochenende zusammen gefeiert werden und werden gemeinsam die zahlreichen Gastvereine aus der Umgebung begrüßt, mit denen man sowieso befreundet ist, auch wird zum Beispiel vor Beginn des Festes gemeinsam aufgebaut und hinterher gemeinsam der Schützenplatz gesäubert. Traditionell beginnt das Fest mit einer Kranzniederlegung – und auch den Kranz werden sich die beiden Schützenvereine, wie könnte es anders sein, teilen. In dieser freundschaftlichen Zusammenarbeit sehen die beiden Vereine auch ein Zukunftsmodell: „Feste wollen wir zukünftig zusammen feiern“, sagt Woit.

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