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Prozess am Landgericht

"Ich hatte echt Todesangst"

Dortmund Jetzt wird es ernst: Im Prozess um den Raubüberfall auf zwei Geldboten eines Edeka-Marktes in Brackel hat die Staatsanwältin für beide Täter Gefängnis gefordert.

"Ich hatte echt Todesangst"

Das Landgericht Dortmund.

Einmal vier Jahre und neun Monate Haft, einmal zwei Jahre und neun Monate Jugendhaft: Das sind die Strafen, die Anklägerin Barbara  Ostermann am Donnerstag vor dem Landgericht beantragt hat. Dabei wurden noch drei weitere bewaffnete Raubzüge auf zwei Tankstellen in Hagen und Hemer sowie auf den Chef eines Rewe-Marktes in Unna berücksichtigt. „Das waren massive Straftaten“, sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer.

Die Beute belief sich auf rund 30 000 Euro. Das Motiv: Die Staatsanwältin sprach von „eingebildeten Geldproblemen“. Der 21-Jährige habe von einem eigenen Auto geträumt und die Wohnung seiner Freundin mit Möbeln ausgestattet. Besonders brutal war der Überfall auf den Rewe-Chef in Unna: "Ich wollte gerade den Nachtschalter aufschließen und die Tagesennahmen hineinwerfen, da kamen die beiden Männer auf mich zu – bewaffnet und maskiert“, sagte der 62-jährige im Zeugenstand. Er habe noch versucht, zu fliehen, sei dann aber gestürzt. „Als ich in den Lauf der Pistole geguckt habe, habe ich gedacht: Alles abgeben, nur das Leben zählt.“ 

Nach der Tat war der 62-Jährige sofort in den Urlaub gefahren. Drei Wochen Spanien. „Ich habe mir nur noch gesagt: Du musst jetzt weg hier, an den Strand, um an nichts mehr zu denken.“ Doch die Bilder des Überfalls lassen sich bis heute nicht vertreiben. „Ich hatte echt Todesangst.“ Die Urteile sollen am 5. Juli gesprochen werden. Der 21-Jährige hofft weiter auf eine Bewährungsstrafe. 

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