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Im Fundbüro wartet so manche Kuriosität

LÜTGENDORTMUND Das Fundbüro in Lütgendortmund beherbergt vieles. Vor allem aber auch so manches, was man nicht vermuten würde.

Im Fundbüro wartet so manche Kuriosität

Schlüssel ohne Ende: Friedhelm Borgstädt zeigt, was allein im ersten Halbjahr abgegeben wurde.

Geld kann warten. Das Geld im Fundbüro der Stadt Dortmund wartet allerdings nur sechs Monate, dann kommt es in die Stadtkasse. Wer also Geld verliert sollt nicht zu lange warten mit der Suche.Friedhelm Borgstädt, 

 der als Teamleiter in der Bezirksverwaltungsstelle Lütgendortmund auch für Fundstücke zuständig ist, erinnert sich an eine teure Kleiderspende: "Der Mantel in dem Sack war zwar nicht mehr so wertvoll, aber die zehn 50-Euro-Scheine in der Tasche umso mehr."

Wenn der vergessliche Kleiderspender den Verlust bemerkt hätte, wäre ein Besuch beim Fundbüro für ihn sehr wertvoll geworden, denn dort wartet das Geld jetzt auf ihn.  Gefundenes Bargeld nimmt die Stadt natürlich gerne an, doch die meisten abgegeben Fundstücke sind weniger leicht verwendbar. "Schlüssel, in erster Linie Schlüssel", stöhnt Friedhelm Borgstädt,  Schlüssel gehören zu den Gegenständen, die nicht sofort an das Fundbüro in der Innenstadt weitergeleitet werden.

Lagerkapazität ist begrenzt

"Unsere Lagerkapazität ist beschränkt", sagt Friedhelm Borgstädt. "Fahrräder, Schirme oder Laptops werden sofort verschickt. Schlüssel kommen in einen Karton."

Doch auch dieser Karton läuft irgendwann über. Das passiert regelmäßig dann, wenn das Lütgendortmunder Fundbüro Besuch von der Polizei-Wache bekommt. "Dort werden auch Fundstücke abgegeben, bis zu einem gewissen Grad gesammelt und irgendwann kriegen wir die geballte Ladung", so Borgstädt.

Der Teamleiter ist überrascht, wie lange die Schlüssel teilweise liegen bleiben. "Das sind teilweise Autoschlüssel, wie kommen die Leute nach Hause?"

Die Quellen aus denen die Fundstücke kommen, sind sehr unterschiedlich. Gefundener Schmuck kommt vor allem aus Geschäften. "Besonders wenn es Bekleidungsgeschäfte mit Umkleidekabinen sind." Portmonees finden die Mitarbeiter der Bezirksverwaltungsstelle meistens morgens im Briefkasten. "Seltsamerweise sind das meistens Portmonees ohne Geld", schmunzelt Borgstädt. Dafür wird er diese Fundstücke am schnellsten wieder los, wenn sich darin Ausweise finden. "Die Dinge werden auf kleinem Dienstweg an den Besitzer geschickt."

Kleiner Dienstweg besser als Formulareausfülllen

Dieser kleine Dienstweg funktioniert auch andersherum. Wenn eine Etage tiefer bei den Bürgerdiensten ein Kunden auf einen Schlag sämtliche Ausweise neu beantragt, ist das meist ein Zeichen dafür, dass ein Portmonee verloren wurde. "Dann sagen wir meistens: Warten Sie noch `ne Woche, vielleicht landet das Portemonee ja im Briefkasten."

Wer schon länger als eine Woche wartet, kann ja mal einen Blick ins Internet wagen. Denn das Fundbüro ist längst online vertreten. Dort sind alle aktuellen Fundstücke nach Gruppen aufgelistet. "Mittlerweile werden so viele Handys gefunden, dass wir für jede Marke eine eigene Untergruppe haben", sagt Friedhelm Borgstädt.

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