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Image über Jahre verbessert

"Wir sind über Jahrzehnte für viele Menschen ein großes Durchgangsquartier gewesen. Wir erwarten dafür beim Aktionsplan für eine soziale Stadt einen Sonderstatus" - Heinz Pasterny (SPD), Bezirksvorsteher von Scharnhorst, redet Klartext. Und kündigt politischen Druck an.

Image über Jahre verbessert

<p>Kämpfen für Scharnhorst-Ost: Marion Hardt, Leiterin der Bezirksverwaltungsstelle, und Bezirksvorsteher Heinz Pasterny. Kolle</p>

Wie berichtet, gehört Scharnhorst-Ost zu den 13 Dortmunder Problembezirken, die der Sozialstrukturatlas identifiziert hat. OB Langemeyer hat angekündigt, mit seinem Aktionsplan die Hilfe auf diese Bereiche zu konzentrieren.

Auch wenn Scharnhorst-Ost die vielen Menschen aus Polen und Russland mit "relativ wenig Schaden" kompensiert habe und der Stadtbezirk auf einem guten Weg sei, müsse man den jugendlichen, alkoholisierten Randgruppen, die die Nachtruhe an der Droote störten, Angebote machen, fordert auch Bezirksverwaltungsstellenleiterin Marion Hardt. Sie redet von Angeboten für berufliche Perspektiven, Sprachförderung - und den Zeitvertreib. Wie Pasterny gehört sie dem Stadtbezirksmarketing an.

Die Möglichkeiten des Stadtbezirksmarketings seien zwar begrenzt, so Pasterny, doch man werde bei den Etatberatungen in der Bezirksvertretung dafür sorgen, "dass die Dinge, die gut sind, nicht am Geld scheitern".

Man habe keine Patentrezepte gegen den Alkoholmissbrauch, doch die drei, bald vier informellen Treffs, die man für Jugendliche eingerichtet habe, seien ein guter Weg. Nur sie reichten nicht. "Sie lösen auch nicht das gesellschaftliche Problem der Jugendarbeitslosigkeit", ergänzt Marion Hardt, die seit 1986 in Scharnhorst-Ost arbeitet.

Auf Unverständnis stößt bei beiden, dass in der Vorlage für den Jugend- und Kulturausschuss nur von einem russischsprachigen Streetworker die Rede ist (RN berichteten), den man einsetzen will. Hardt: "Vor Jahren hatten wir schon einmal mehr als zwei. Das hat gewirkt."

Auch die Wache in Scharnhorst-Ost sei zu dünn besetzt, kritisiert Pasterny: "Wir werden politisch darauf bestehen, dass wenigstens an den Wochenenden die Wache in Scharnhorst verstärkt wird."

Beide sorgen sich um das Image des Stadtteils nach den jüngsten Veröffentlichungen. Seit 1999 sei es mit der 90-köpfigen Marketingrunde gelungen, das Image "häppchenweise" zu verbessern. Pasterny: "Scharnhorst ist nicht die Droote". ko

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