Übersicht über Park-Chaos

In Aplerbecks Ortskern wird geparkt ohne Rücksicht

Im Ortskern von Aplerbeck hat man manchmal den Eindruck, dass alle Verkehrsregeln aufgehoben sind. Kreuz und quer parken die Autos, behindern Busse und sogar Krankenwagen. Den Anwohnern reicht es jetzt. Wir geben eine Übersicht über das Park-Chaos.

In Aplerbecks Ortskern wird geparkt ohne Rücksicht

Marsbruchplatz

Ein Beispiel, wie es nicht sein soll. Eigentlich dürfen nur Taxen oder Anlieferverkehr den Platz kreuzen. Was aber viele Autofahrer nicht juckt. Einige nehmen die Strecke über den verkehrsberuhigten Bereich als Abkürzung von der Rodenbergstraße in Richtung Ortskern, andere nutzen den freien Platz rund um die Spielgeräte ganz dreist als Parkplatz. Schilder allein scheinen keine Abschreckung zu sein. Nur ein „Zumachen“ des Platzes ist wohl auch keine Alternative. Dann können die Taxen nämlich nicht mehr in Richtung Ortskern.

Wohnzimmerblick auf das Chaos

Christa Avanzato und Beate Lohrmann wohnen an der Köln-Berliner-Straße mit Blick auf das „Parkchaos“ im Ortskern. Beide Frauen waren in der letzten Bezirksvertretung anwesend und trugen ihre Bedenken vor. „Als ich sah, wie ein Krankenwagen nicht mehr durchkam, weil eine Weiterfahrt von Bussen durch Falschparker nicht möglich war, habe ich gedacht, jetzt reicht‘s“, sagt Christa Avanzato. Das Foto oben hat sie aus ihrem Wohnzimmer gemacht. Gut zu erkennen, wie das kleine weiße Auto die Kurvenfahrt des Busses behindert.

Köln-Berliner-Straße

Eng ist es auch auf der Köln-Berliner-Straße zwischen der Einmündung zur Rodenbergstraße und der Ruinenstraße. Vor allem wenn der Lieferverkehr für die angrenzenden Häuser aus Platzgründen auf der Fahrbahn hält. Auf dem Foto gut zu sehen, wie sich das Problem darstellt, wenn die Busse, die in diesem Bereich in beide Richtungen fahren, an den parkenden Fahrzeugen vorbei müssen. Halten auf dem Gehweg ist hier (zum Glück) nicht möglich. Wenn sich dann zwei Busse begegnen, geht es weder vor noch zurück.

Lohoffstraße

Verwunderte Blicke gibt es immer wieder gerade von ortsunkundigen Autofahrern, wenn sie in die Lohoffstraße einbiegen. Denn am rechten Fahrbahnrand stehen Busse von DSW21 und machen dort ihre Pause. Vor allem wenn die wuchtigen Gelenkbusse ihren Platz zwischen der öffentlichen Bibliothek und dem Radhaus Gerhardy einnehmen, wird es ziemlich eng in der kleinen Einbahnstraße. Unübersichtlich wird es vor allem, wenn auf dem Parkstreifen auf der westlichen Fahrbahnseite etwas „unglücklich“ geparkt wird.

Ruinenstraße/Egberstraße

Gegen 10 Uhr ist auf dem Parkplatz an der Ruinenstraße / Egbertstraße Hochbetrieb. Dann öffnen zahlreiche Geschäfte im Ortskern und auch die Arztpraxen, die in diesem Bereich in großer Zahl vertreten sind, haben Hochbetrieb. Der Parkplatz vor dem katholischen Gemeindehaus ist zumeist überfüllt. Die Autofahrer suchen sich dann den kleinsten Rum, um ihr Fahrzeug abzustellen. So wie auf dem Foto, vor der Neuapostolischen Kirche. Für Krankenfahrzeuge gibt es in diesem Bereich im Übrigen zwei gesonderte Parkplätze.

Ruinenstraße

So sieht es aus, wenn gar nichts mehr geht. Ein Gelenkbus der DSW21 versucht ohne Erfolg, die Kurve von der Köln-Berliner-Straße in die Ruinenstraße zu bekommen. Blöd nur, wenn der Fahrbahnrand immer wieder durch parkende Fahrzeuge zugestellt ist. Dabei handelt es sich um Anlieferverkehr für die benachbarten Geschäfte und Arztpraxen, aber auch private Fahrzeuge stehen hier des Öfteren und verhindern die Weiterfahrt der Busse. Auch die Politik hat die Sache nun auf dem Schirm und versucht gegenzusteuern.