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Intensives Stationendrama

"Eigentlich will ich nur einen Teil von mir töten", sagt Susanna, "den, der mich töten will".

Intensives Stationendrama

<p>Junge Frauen in der Parallelwelt der Psychiatrie: "Girl, interrupted" hatte Premiere. Menne</p>

Susanna (intensiv: Janine Siepmann) ist nach einem Selbstmordversuch in die Psychiatrie eingeliefert worden. Dort versucht sie, ihre Diagnose "Borderline" zu verstehen und trifft auf andere junge Frauen, die im Paralleluniversum der Klinik versuchen, zu sich zu kommen.

"Girl, interrupted" heißt das Stück, das nun im Studio der Naturbühne Hohensyburg Premiere feierte, nach dem Titel eines Gemäldes von Jan Vermeer: "Girl interrupted in her music". Statt nur in ihrer Musik sind diese Mädchen in ihrem ganzen Leben unterbrochen. Wie sie in steril-weißem Ambiente mit dem Gedanken an Elektroschocks, Isolation und eiskalte Laken den Faden ihres unterbrochenen Lebens wieder aufzunehmen versuchen, zeigen die sieben jungen Darstellerinnen mit ihrem eindringlichen Spiel.

Da ist die oberflächlich fröhliche Polly, die sich verbrennen wollte - Paula Petersen spielt sie schön kindlich-naiv. Hannah Koester gibt die egozentrische Lisa wunderbar unbequem, zynisch und dabei tieftraurig. Die magersüchtige Janet (Ann-Kadriye Güngör) ist süchtig nach ihrem Hoolahoop-Reifen, die brave, aber lügnerische Georgina (Christina Lerche) träumt sich ins märchenhafte Land Oz, Daisy (Marie Hecht) leidet unter Angstzuständen.

Jörg Albrecht, einer der neuen deutschen Literaturhoffnungen, lieferte den Text. Er erzählt die Geschichte, die bereits 1999 unter dem deutschen Titel "Durchgeknallt" verfilmt wurde, nicht linear, sondern als Stationen-Drama. Die Regie (Kirstin Cramer) fand zu seinem rhythmisierten Text eine passende Choreografie, eine gute Balance zwischen Einzelschicksalen und Klinikalltag in den 1960er Jahren. Katrin Pinetzki

Termine: 16., 17., 23., 24., 30.11., 7., 8.12., Karten unter 77 43 10 oder www.naturbuehne.de

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