Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Westfalenhütte in Dortmund

Investor steckt 57 Millionen in Amazon-Standort

DORTMUND Amazon eröffnet im Herbst 2017 ein Logistikzentrum in Dortmund. Das Gebäude baut die Garbe Industrial Real Estate GmbH: Sie steckt samt Grundstück auf der Westfalenhütte, Gebäude und Infrastruktur 57 Millionen Euro in den Standort. Unterdessen wenden sich Verdi und Mieterverein Dortmund mit Forderungen an Amazon.

Investor steckt 57 Millionen in Amazon-Standort

Noch ist an dieser Stelle auf der Westfalenhütte in Dortmund nicht viel zu sehen – das ändert sich bald: Hier baut die Firma Garbe für den Versandhändler Amazon ein neues Logistikzentrum. Im Hintergrund links zu sehen ist das Gebäude, in dem bereits DB Schenker für verschiedene Kunden arbeitet.

Der Online-Versandhändler Amazon bezieht Ende 2017 ein neues Logistikzentrum in Dortmund – das teilte das Unternehmen unter der Woche mit. Amazon mietet ein Gebäude auf der Westfalenhütte an, das die Hamburger Garbe Industrial Real Estate GmbH erst noch errichtet. Laut Garbe-Geschäftsführer Jan Dietrich Hempel investiert sein Unernehmen rund 57 Millionen Euro.

Amazon selbst investiert 27 Millionen Euro

Garbe baut nicht nur das Gebäude für Amazon, sondern steckt auch Geld in den weiteren Ausbau des Straßen- und Kanalnetzes auf der Westfalenhütte. Amazon selbst teilte mit, zum Start 27 Millionen Euro in die technische Ausstattung seines Logistikzentrums zu stecken.

DORTMUND Der Internethändler Amazon lässt in Dortmund ein neues Logistikzentrum errichten und steckt 27 Millionen Euro in dessen Ausstattung. Die Eröffnung ist für Herbst 2017 geplant. Im ersten Schritt sollen durch den Neubau mehr als 1000 Arbeitsplätze in Dortmund entstehen, wie der Online-Händler am Dienstag mitteilte.mehr...

Die Bekanntgabe von Amazon, ein neues Logistikzentrum in Dortmund zu bauen, hatte am Dienstag (25. Oktober) für Jubel gesorgt. Es ist für die Stadt einer der größten Ansiedlungserfolge der jüngeren Zeit, da Amazon in den ersten zwölf Monaten 1000 Arbeitsplätze schaffen will. Später könnten es bis zu 2000 werden.

Auch bei der Gewerkschaft Verdi in Dortmund freue man sich auf die in Dortmund neu entstehenden Jobs, sagt Verdi-Sekretär Karsten Rupprecht. Allerdings ist Verdi bekanntlich kein uneingeschränkter Amazon-Freund: Die Gewerkschaft fordert das Unternehmen seit langem bundesweit auf, es solle seine Beschäftigten nach dem Versandhandelstarif bezahlen. Denn auch wenn die Mitarbeiter logistische Tätigkeiten erledigten, sei Amazon ein klassischer Versandhändler wie Otto.

Verdi: "Amazon reagiert auf unseren Arbeitskampf"

Amazon hingegen orientiert sich – außertariflich – an den  jeweils ortsüblichen Löhnen im Logistikbereich und lehnt Gespräche mit Verdi ab. Was schon häufiger zu Streiks bei Amazon, unter anderem auch in Werne, führte. Und „Amazon reagiert auf unseren Arbeitskampf“, sagt Rupprecht. Das könne man daran sehen, dass das Unternehmen Leistungen wie das Weihnachtsgeld eingeführt hat.

In der Pressemitteilung zur Ansiedlung seines bundesweit zehnten Logistikzentrums in Dortmund erklärte Amazon ausschweifend, was man den künftigen Mitarbeitern des Logistikzentrums alles biete: ein Durchschnittsgehalt von mindestens 10,30 Euro brutto pro Stunde, Prämien, Weihnachts-Sonderzahlung, Mitarbeiter-Aktienbeteiligungen, Rabatte, Kantine, und, und.

Trotzdem bleibt Verdi bei der Forderung, Amazon solle nach dem Tarif des Einzel- und Versandhandels zahlen. Rupprecht: "Tarifverträge bringen planbare Gehälter und Löhne." Alles andere könne jederzeit wegfallen.

Große versus kleine Ansiedlungen in Dortmund

Bei der Dortmunder Wirtschaftsförderung freut man sich auf Amazon, weil dort - neben Arbeitsplätzen für Manager, Ingenieure, IT-Experten - auch Jobs für gering qualifizierte Menschen entstehen.

Es gibt jedoch auch Stimmen, die sich statt großer Ansiedlungen solche kleinerer Firmen mit durchweg besser bezahlten Arbeitsplätzen wünschen würden. So meldete sich auf unsere Berichterstattung zu Amazon hin einer der vielen nach wie vor arbeitsuchenden, ehemaligen Mitarbeiter von Hoesch Spundwand und Profil (HSP).

Dort, sagt er, habe er über 18 Euro pro Stunde verdient. "Ich schraube meine Ansprüche schon runter" – aber nicht auf 10,30 Euro.

Amazon antwortet prompt auf Forderung des Dortmunder Mietervereins

Der Mieterverein Dortmund hat die Nachricht über viele neue Arbeitsplätze in Dortmund grundsätzlich positiv aufgenommen. Jedoch würden es ja kaum 1000 Arbeitsplätze „für Dortmunder“, sagt Mietervereins-Geschäftsführer Rainer Stücker.

Auch Auswärtige kämen sicher zum Zuge – "und einige werden nach Dortmund ziehen". Wo der Wohnungsmarkt enger wird. Das müsse die Stadt bei so einem Ansiedlungserfolg "mitdenken", sagt Stücker. Der Mieterverein hatte direkt am Dienstag Amazon aufgefordert, Werkswohnungen für seine Mitarbeiter zu bauen.

Stücker war selbst ein wenig überrascht, als sich Amazon prompt zurückmeldete: Man könne bei nächster Gelegenheit gerne einmal miteinander über den Wohnungsmarkt in Dortmund reden.

Verteilzentrum auf der Westfalenhütte

Von hier erhalten viele Dortmunder künftig ihre Post-Pakete

DORTMUND 12.000 Pakete pro Tag kommen für die Kunden im Dortmunder Osten und Süden künftig von einem neuen Verteilzentrum. Es steht auf der Westfalenhütte, ist am Freitag in Betrieb gegangen, und es ist schnell: Pakete werden automatisch sortiert und dem richtigen Zusteller zugeordnet. So will die Post Zeit sparen.mehr...

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Schutz vor Terroranschlägen

Wie sicher sind die Beton-Sperren am Weihnachtsmarkt?

Dortmund 2,5 Tonnen schwere Beton-Sperren sollen den Dortmunder Weihnachtsmarkt vor Terroranschlägen schützen. In einem Video auf Youtube ist jedoch zu sehen, wie ein Laster, der Tempo 50 fährt, einen ebenso schweren Betonklotz einfach zur Seite rückt. Wie sicher sind die Dortmunder Sperren also wirklich? Wir haben nachgefragt.mehr...

Großeinsatz in Dorstfeld

Rauch im Hannibal - Feuerwehr rückt aus

DORSTFELD Großalarm am Hannibal in Dorstfeld: Wegen einer größeren Menge Rauchs ist die Feuerwehr in der Nacht zu Dienstag zum riesigen Wohnkomplex ausgerückt. Einen Brand fand die Feuerwehr zwar nicht - aber warm wurde es im Gebäude trotzdem.mehr...

Übersichtskarte

Das wird aus den Ex-Filialen von Sparkasse und Volksbank

Dortmund 17 Filialen der Dortmunder Volksbank und 16 der Sparkasse Dortmund schlossen seit 2016. Gerade in den Stadtteilen gab es die Sorge, die Räumlichkeiten könnten lange leer bleiben. Nun sind einige sinnvolle Nachnutzungen in Sicht. Auf einer interaktiven Karte zeigen wir, was der aktuelle Stand an allen Standorten ist.mehr...

Übersicht

Hier wird in Dortmund geblitzt

DORTMUND Die Dortmunder Polizei und das Dortmunder Ordnungsamt verraten täglich, wo die Geschwindigkeit der Autofahrer kontrolliert wird. Auf unserer Übersichtskarte zeigen wir die Straßen, an denen Polizei und Ordnungsamt blitzen wollen.mehr...

Keine Anwohner betroffen

Bombenfund am Hafen - Blindgänger ist entschärft

DORTMUND Zweiter Bombenfund in drei Tagen: In Huckarde ist am Mittwoch am Rande des Hafens eine 125-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Im Gegensatz zum Bomben-Trio von Lindenhorst am Montag waren diesmal jedoch weder Anwohner noch größere Straßen betroffen. Die Entschärfung lief ohne Probleme.mehr...

Spektakulärer Video-Flug

Fliegen Sie durch Dortmunds Nebeldecke

DORTMUND Dichte Nebelschwaden lagen am Mittwochmorgen über Dortmund. Nur die höchsten Punkte der städtischen Skyline wie der Florianturm ragten aus dem Dunst hervor. In einem kurzen Video nehmen wir Sie mit auf die Reise durch die Nebeldecke - mit einem spektakulären Ende.mehr...