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Jede Woche neu: Sechs Tonnen Altkleider

DORTMUND Die eine Hälfte meint es gut, die andere will sich offenbar nur von einer ungeliebten Last befreien: Der Caritasverband Dortmund sortiert Woche für Woche sechs Tonnen Altkleider, doch nur die Hälfte hiervon ist brauchbar für den Caritas-Möbel- und Kleidershop an der Straße Osterlandwehr neben dem Borsigplatz. Tag für Tag zählt der Shop 200 Kunden.

Jede Woche neu: Sechs Tonnen Altkleider

Die Männer vom "Team für alle Fälle" müssen Woche für Woche die Hälfte der Altkleider-Spenden wegfahren, weil sie völlig unbrauchbar sind.

In der großen Halle riecht es überall noch nach Farbe. So neu ist das Logistik-Zentrum des Caritasverbandes an der Hannöverschen Straße. Hier, in den 800 Quadratmetern hinter  der Hausnummer 22, baute früher die Firma Pohlschröder ihre Stahlschränke. Jetzt nimmt die Lagerhalle neben dem Dienstleistungsangebot  "Wäsche- und Möbelaufbereitung für Menschen mit geringer Kaufkraft" auch die Werkstatt des "Teams für alle Fälle" auf. In dieser schnellen Eingreiftruppe arbeiten sechs kräftige Männer rund um Haus, Hof und Garten. Sie sind  die männlichen "Mädchen für alles" bei der Caritas´und helfen auf Bestellung Menschen, die gesundheitlich nicht mehr in der Lage sind, die vielen Reparaturen im Haushalt  zu meistern. Das Team fährt auch Woche für Woche die Hälfte der Altkleider-Spenden zum Verwerter, denn aus den unbrauchbaren Sachen lassen sich nur noch Putzlappen herstellen.

Bügeln bis die Eisen glühen

Gleich neben der Werkstatt liegt in der Logistik-Halle die Bügelei. Nicht  weniger als gut zwei Tonnen Wäsche kommen hier wöchentlich  unter die Plätteisen. 1,5 Tonnen davon entstammen den gespendeten Altkleidern, der Rest wird aus privaten Haushalten abgeholt, gewaschen und gebügelt. Von etwa 130 Kunden, die selbst nicht mehr so fit sind. Alle brauchbaren Altkleider werden am Standort Hannöversche Straße erst einmal gewaschen, bevor sie in den Shop zum Osterlandwehr kommen. Und weil für Klaus Neumann, den Caritas-Leiter für die Abteilung berufliche Eingliederung, Hygiene das oberste Gebot ist, kommt ein Desinfektionsmittel in die Waschtrommel.

Zugemüllte Wohnungen

Auch Kleinmöbel aus Haushaltsauflösungen stapeln sich in der Halle, um  dann wieder aufgefrischt  am Osterlandwehr auf Menschen mit niedrigem Einkommen zu warten. Für die Helfer der Caritas sind  Haushaltsauflösungen zunehmend von durchaus unangenehmer Natur. Immer öfter finden sie sich  nämlich  in Wohnungen wieder, in denen zuvor  Menschen tot wochenlang lagen, ohne dass dies ein Nachbar merkte. Auch das Problem des Zumüllens vieler Häuser mit Bergen von schimmeligen Lebensmitteln und schmutziger Wäsche wächst sich aus.

Die ausführliche Reportage über das neue Logistik-Zentrum der Caritas lesen Sie in der Samstag-Ausgabe der Ruhr Nachrichten.

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