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Anträge auf Stiftungs-Geld

Jede vierte Mutter braucht Geld für die Erstausstattung

DORTMUND In jedem vierten Dortmunder Kinderwagen liegt ein armes Baby. Immer mehr Eltern können die Erstausstattung für den Nachwuchs nicht aus eigener Tasche bezahlen und stellen einen Antrag auf Hilfe. Doch aktuell gibt es einen Auszahlungsstopp.

Jede vierte Mutter braucht Geld für die Erstausstattung

Immer mehr Mütter können sich für ihr Neugeborenes keine Erstausstattung leisten. Geld für Kinderwagen, Bettchen, etc. können sie von einer Stiftung bekommen.

Notlage mit Inflationsgefahr: In jedem vierten Kinderwagen liegt ein Kind, dessen Eltern sich eine Erstausstattung für ihren Nachwuchs nicht leisten können.  Von 4707 Babys, die 2011 in Dortmund zur Welt kamen, wurden für 1174 Anträge auf Zuschüsse für Anschaffungen wie Kinderwagen, Babykleidung, Bettchen etc. bei der Bundesstiftung „Mutter & Kind“ gestellt. Die Warteliste ist viel länger, aktuell gibt’s einen Auszahlungsstopp, weil die Mittel aufgebraucht sind.

Die Obergrenze für Zuschüsse liegt bei einmalig 1300 Euro, aber soviel Geld erhält keine bedürftige Mutter in Dortmund. Im Schnitt sind es 560 Euro, damit die Mittel möglichst breit gestreut werden können. Viele Alleinerziehende und Paare erhalten weniger. „Das Geld bekommen nur Eltern, die unter einer bestimmten Einkommensgrenze liegen“, verdeutlicht Andrea Steffen aus der Schwangerenberatungsstelle Donum Vitae.Von „gesellschaftlichen Verwerfungen“ und „sichtbar gewordener Armut“ sprechen alle vier Beratungsstellen in dieser Stadt, in der keine Arbeit da ist für über 30 000 Langzeiterwerbslose. Eugenie Alfert-Hörner aus der AWO-Beratungsstelle hilft Familien seit 18 Jahren. Sie schlägt Alarm: „Werte von Verlässlichkeit, Sicherheit, Kontinuität und Zuversicht sind alle zur Disposition gestellt. Generationen von Leiharbeitern zweifeln an ihrem Nutzen für die Gesellschaft.“  

 Zur Gesamtproblematik eines kaum noch plan-, weil finanzierbaren Lebens mit Kindern geselle sich ein soziales System, das für Betroffene immer unübersichtlicher und damit fehleranfälliger werde, beklagen die Beraterinnen. Sie hatten 2576 Fälle im letzten Jahr und sehen sich als Lotsen, die Frauen, Paare, Familien über alle Hürden der Bürokratie und Informationsdefizite hinweg begleiteten – vom Schwangerschaftstest bis zur Kindergartentür. 

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