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Jugendtreppe im Amtshauspark abgerissen

MENGEDE Die Jugendtreppe im Mengeder Amtshauspark steht nicht mehr. Ihr Abriss ist per Dringlichkeitsbeschluss vorgezogen worden. Das hat bei Bündnis-Grünen zu Irritationen geführt.

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Die Sitztreppenanlage st abgerissen worden. Per Dringlichkeitsbeschluss veranlasst. Als erster Bauabschnitt für die Parkumgestaltung.

Der historische Brunnen wird instand gesetzt. Archiv

Ein Bild, das der Vergangenheit angehört: Die Sitztreppenanlage im Mengeder Amtshauspark gibt es nicht mehr.

Axel Kunstmann (Bündnis 90 / Die Grünen) äußerte gegenüber den Ruhr Nachrichten jedenfalls sein Befremden: "Meines Wissens nach gibt es keinen Beschluss der Bezirksvertretung."

Gibt es auch nicht. Dafür aber einen Dringlichkeitsbeschluss, den Bezirksbürgermeister Bruno Wisbar und Herbert Paschke, Sprecher der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Mengede, bereits am 24. Juni unterschrieben haben.

Konsens über Neugestaltung

Zur nächsten Sitzung der Bezirksvertretung am 3. September werden dann alle Bezirksvertreter offiziell den Inhalt des Beschlusses lesen können. Demnach gebe es einen Konsens in der Bezirksvertretung, das Vorhaben - die Neugestaltung des Amtshausparks und des Umfelds - zeitnah zu verwirklichen und das Zeitfenster zu verkürzen. Unabhängig davon, dass bezüglich des in der Sitzung am 21. Mai vorgelegten Neugestaltungsentwurfs der Verwaltung und der Gestaltungselemente noch Beratungsbedarf bestehe, wie es weiter im Dringlichkeitsbeschluss heißt.

Ein breiter Konsens sei auch in Sachen Rückbau der Sitztreppenanlage insofern erkennbar, dass mit Abriss, Abtragen des Erdhügels und Neueinsaat der erste Bauabschnitt der gesamten Umgestaltung der Parkfläche vorweggezogen werden solle, heißt es weiter. "Damit können wir leben, trotzdem uns niemand gefragt hat", sagt Axel Kunstmann, "aber es sollte ja noch etwas anderes dort hinkommen. Zumal ja wohl noch nicht eindeutig geregelt ist, ob wegen des Abrisses der Treppe Fördergelder zurück gezahlt werden müssten."

Keine Rückzahlung von Fördergeldern

Müssen sie nicht. Sagt jedenfalls Bezirksbürgermeister Bruno Wisbar: "Wir haben eine schriftliche Zusage aus Düsseldorf, dass auf Rückzahlung von Fördergeldern verzichtet wird, wenn der Bereich eine Einheit bleibt, also zum Beispiel keine Straße durchgebaut wird." Es werde ja auch ein Spielplatz dort angelegt, also sei der Abriss nicht förderschädlich, meint Wisbar.

Zumal der historische Brunnen wieder instand gesetzt wird. Diese Maßnahme könne laut Wisbar in den Gestaltungsentwurf eingebracht werden. Im Rahmen eines Brunnenfestes sollen die Bürger dann über die Gestaltungen informiert werden. Es wird in das Michaelisfest integriert, das vom 5. bis 7. September stattfindet. Allerdings werde die Instandsetzung des historischen Brunnens wohl nicht in diesem Jahr beginnen. Es fehle noch die Zusage für Fördergelder.

 

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