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Keine Hummeln mehr: Brechtener Hobbygärtner klagt starke Bebauung an

BRECHTEN Von Astern über Dahlien bis hin zu unzähligen Rosenstöcken – der Garten von Erich Volmerich hat einiges zu bieten. Doch trotz des riesigen Blumenparadieses ist der Hobbygärtner alles andere als glücklich.

Keine Hummeln mehr: Brechtener Hobbygärtner klagt starke Bebauung an

Der Hobbygärtner inmitten seiner Blüten.

Seit über 40 Jahren widmet sich Volmerich nun schon seiner großen Leidenschaft - seinem Garten. „Das ist mein Hobby. Da steckt zwar viel Arbeit drin, aber wenn alles blüht, ist das natürlich ein schöner Anblick“, sagt er. Jeden Tag gibt es auf dem 500 Quadratmeter großen Grundstück etwas zu tun. Und das erledigt der Naturliebhaber dann auch auf liebevolle Art und Weise. Was die Arbeit mit seinen Pflanzen angeht, konnte er sich jahrelang auf seine „kleinen Helfer“ verlassen. Die fleißigen Hummeln flogen ein und aus, bestäubten die Pflanzen und brachten so Leben in den Garten.  

Doch damit scheint es nun vorbei zu sein, denn in den vergangenen drei Jahren fanden immer weniger von ihnen den Weg in Volmerichs Garten. „Ich habe hier schon seit 15 Jahren einen speziellen Kasten stehen. Darin brütet normalerweise jedes Jahr eine Königin“, erklärt der Hummelexperte. Nur in diesem Jahr blieb der Kasten leer. „Das ist mir vorher noch nie passiert“, erinnert sich Volmerich. Doch wo sind all die Hummeln hin? Der Fachmann meint, die Antwort zu kennen: „Jedes Fleckchen Ackerland wird hier doch mittlerweile bebaut. Da ist es doch nur logisch, dass die Tiere keine Nahrung mehr finden“, so Volmerich. Durch den Bau von neuen Wohnsiedlungen würden nicht nur die Hummeln um ihren natürlichen Lebensraum beraubt.  

Auch andere Tiere, darunter Schmetterlinge und verschiedene Vogelarten, seien betroffen. Vor allem das Baugebiet Brechtener Heide ist dem Naturfreund ein Dorn im Auge. Hier hatten sich seine kleinen fleißigen Helfer früher oft auf die Nahrungssuche begeben und kamen mit jeder Menge Pollenstaub zurück. Diese Möglichkeit haben die Tiere nun nicht mehr. Darum ist es in Volmerichs Garten jetzt ziemlich still. „Vor ein paar Jahren konnte man die Hummeln schon von Weitem summen hören“, erinnert er sich. Ändern könne er an der Situation leider nichts, äußerst aber eine verhaltene Bitte: „Die Menschen, die hier alles zubauen, sollten sich vorab überlegen, welche Auswirkungen das auf die Tierwelt haben kann.“

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