Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Jahresbericht 2014

Kinderschutzzentrum zieht Bilanz: Immer mehr Fälle

DORTMUND Sexueller Missbrauch ist eines der größten Probleme: Das zeigt der Jahresbericht 2014 des Kinderschutzzentrums in Dortmund. Die Berater helfen vor allem vernachlässigten, körperlich, psychisch und dabei meistens sexuell misshandelten Kindern und Jugendlichen. Und die Fälle werden immer mehr.

Kinderschutzzentrum zieht Bilanz: Immer mehr Fälle

Im Kinderschutzzentrum an der Gutenbergstraße stieg die Zahl aller bearbeiteten Missbrauchs-Fälle (neue Fälle und Übernahmen aus 2013) im vergangenen Jahr von 482 auf 617.

In einer Stadt wie Dortmund mit vielen Familien in schwierigen Verhältnissen werden Kinderrechte oft mit Füßen getreten. Das zeigt die praktische Arbeit der Kinderschützer. Sie wollen nicht nur Opfern von Vernachlässigung und seelischer, körperlicher und sexueller Misshandlung helfen, sondern auch dem Missbrauch vorbeugen. Jetzt hat das Kinderschutzzentrum Dortmund seinen Jahresbericht vorgestellt.

Die Gesamtzahl der vom Kinderschutzzentrum bearbeiteten Fälle ist von 482 (im Jahr 2013) auf 617 gestiegen. Doch nicht nur die hohe Zahl der Neuanmeldungen ist der Grund dafür: Viele Klienten mussten aus dem Vorjahr übernommen werden, weil die Beratung noch nicht abgeschlossen war. "Das hat uns so manches Mal an die Grenze unserer Kapazitäten gebracht", heißt es im Jahresbericht.

Bei den Neuanmeldungen wurden 110 Fälle als Kindeswohlgefährdung eingeschätzt. Dabei lag der Schwerpunkt der Beratung auch 2014 auf sexuellem Missbrauch und sexueller Gewalt. Doch auch bei Fällen von psychischer Misshandlung blieben die Zahlen konstant.

Besonders auffällig ist der Anstieg der Beratungen bei verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen. Die Zahl der Fälle, die durch eine psychische Erkrankung oder Suchtprobleme der Eltern beziehungsweise andere belastende familiäre Konflikte ausgelöst wurden, hat ebenfalls zugenommen. Immer mehr Familien wenden sich auch an das Kinderschutzzentrum, wenn das Kind ohne Unterlass schreit oder wenig schläft.

Von den 307 abgeschlossenen Fällen waren 64 Kinder unter 3 Jahre alt. Im Alter von 3 bis 6 Jahren wurden 61 Kinder erfolgreich beraten. Dafür kooperierte das Kinderschutzzentrum in 508 Fällen meist mehrfach mit anderen helfenden Institutionen wie dem Jugendamt, Schulen oder der Justiz. 

Meist findet eine Beratung einmal (111 Fälle) beziehungsweise an zwei bis fünf Termine (112) statt. Aber in der Tendenz werden immer mehr Beratungstermine benötigt, sagt Martina Niemann, Geschäftsführerin des Kindesschutzzentrums: Die Fälle mit mehr als 30 Terminen hätten sich vervierfacht. Den vollständigen Jahresbericht lesen Sie hier.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Scheuer: Dortmund kann Diesel-Fahrverboten entgehen

Bundesverkehrsminister fordert Dortmund zum Handeln auf

Dortmund Dortmund brauche keine Fahrverbote für ältere Diesel-Fahrzeuge, um die Schadstoffgrenzen einzuhalten. Das sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer am Donnerstag in Berlin. Allerdings gebe es eine Bedingung.mehr...

Wiederaufbau nach Haus-Explosion in Hörde

Neubau schließt Lücke in der Teutonenstraße

Dortmund Am 31. März 2017 erschütterte im Dortmunder Süden eine Haus-Explosion den Stadtteil Hörde. Ein psychisch kranker Mann hatte zuvor eine Gasleitung herausgerissen, die Explosion ausgelöst. Unter den Trümmern starb eine Nachbarin. Eine Lücke in der Häuserreihe zeugt von der Tat. Der Wiederaufbau naht.mehr...

Brand in Lagerhausstraße im Hafen

Wohnung stand in Flammen, Mieter waren nicht zu Hause

DORTMUND Am Freitagabend hat eine Wohnung an der Lagerhaussstraße im Hafen lichterloh gebrannt. 40 Feuerwehrleute waren vor Ort, anfangs war unklar, ob sich noch Personen in der Wohnung befinden. Die Mieter waren jedoch nicht zu Hause - und können dorthin zunächst auch nicht zurückkehren. mehr...

Schutz vor Terroranschlägen

Wie sicher sind die Beton-Sperren am Weihnachtsmarkt?

Dortmund 2,5 Tonnen schwere Beton-Sperren sollen den Dortmunder Weihnachtsmarkt vor Terroranschlägen schützen. In einem Video auf Youtube ist jedoch zu sehen, wie ein Laster, der Tempo 50 fährt, einen ebenso schweren Betonklotz einfach zur Seite rückt. Wie sicher sind die Dortmunder Sperren also wirklich? Wir haben nachgefragt.mehr...

Großeinsatz in Dorstfeld

Rauch im Hannibal - Feuerwehr rückt aus

DORSTFELD Großalarm am Hannibal in Dorstfeld: Wegen einer größeren Menge Rauchs ist die Feuerwehr in der Nacht zu Dienstag zum riesigen Wohnkomplex ausgerückt. Einen Brand fand die Feuerwehr zwar nicht - aber warm wurde es im Gebäude trotzdem.mehr...

Übersichtskarte

Das wird aus den Ex-Filialen von Sparkasse und Volksbank

Dortmund 17 Filialen der Dortmunder Volksbank und 16 der Sparkasse Dortmund schlossen seit 2016. Gerade in den Stadtteilen gab es die Sorge, die Räumlichkeiten könnten lange leer bleiben. Nun sind einige sinnvolle Nachnutzungen in Sicht. Auf einer interaktiven Karte zeigen wir, was der aktuelle Stand an allen Standorten ist.mehr...

NEU: Die wichtigsten Nachrichten aus Dortmund täglich auf Ihr Smartphone
WhatsApp
Jetzt anmelden