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Klartext bei Kopfnoten

DORTMUND Kopfnoten bekommen sie alle im Januar erstmals wieder, die Dortmunder Schüler. Realschüler kriegen noch ein wenig mehr: ein paar Bemerkungen.

Klartext bei Kopfnoten

Nicht nur Note: Bemerkungen gibt‘s ab sofort auch dazu.

Und damit bei diesen Bemerkungen über das „Arbeits- und Sozialverhalten“ nicht „jeder einfach seinen Senf“ dazu geben kann, haben sich die 14 Realschulen der Stadt auf einen gemeinsamen Standard geeinigt, der ab sofort für die 14 Schulen gilt. Eigentlich war die Kommission, die diese Richtlinien erarbeitet hat, schon länger fertig. Dann kam das neue Schulgesetz und funkte dazwischen, und schaffte neue Rahmenbedingungen. Es gibt vier Noten bei der Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens statt sechs, wie sonst üblich. Aber diese vier (sehr gut, gut, befriedigend und unbefriedigend) sind genau definiert. Und diese Definition bekommen die Realschüler nun schriftlich, fein säuberlich auf Jahrgangsstufen abgestimmt. Und die „sind viel aussagekräftiger als nur Noten“, sagt Eva Rogge vom Arbeitskreis Kopfnoten und Konrektorin der Droste-Hülshoff-Realschule.

Dies schaffe auch ein anderes Bewusstsein bei Schülern, da sind sich die Pädagogen einig. Da werde klar, dass man sich – wenn man gut in Mathe und Deutsch sei – trotzdem nicht daneben benehmen könne. Ingrid Heinen, Elternvertreterin an der Robert-Koch-Realschule, appelliert an die Lehrer, die Schüler im Laufe des Schuljahres auf ihr Verhalten hinzuweisen, damit so etwas wie „es fällt dir schwer, andere zu respektieren“, erst gar nicht auf dem Zeugnis erscheine. Die Pädagogen geben sich vorbereitet; sie schreiben seit 2003 Beurteilungen ins Zeugnis; nun eben standardisiert.

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