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Fahnen-Diebstahl

Kleingärtner ärgern sich über gestohlene Deutschlandflaggen

DORTMUND In Dortmund gehen die Fahnen-Diebe um. Nach einem Beutezug durch die Laubenkolonie „Tremonia“ hat es jetzt den „Ardeyblick“ am Stadion erwischt: 15 Deutschlandflaggen sind während der Fußball-EM gestohlen worden. Die Kleingärtner sind sauer.

Kleingärtner ärgern sich über gestohlene Deutschlandflaggen

Pit Tauchert hisst die Deutschlandfahne in seinem Kleingarten: nicht als Nationalist, sondern als Fan der deutschen Fußballmannschaft, in der auch Spieler mit ausländischen Wurzeln kicken. Doch regelmäßig werden die Flaggen geklaut.

Die Täter sind unbekannt. Steckt eine bundesweit aufgezogene Kampagne von „Antideutschen“ dahinter, die in schwarz-rot-goldenen Fahnen einen Hyper-Nationalismus erkennen? Beweise gibt es nicht. Doch der Verdacht liegt nahe.  Denn auch in anderen Städten verschwinden seit dem EM-Anpfiff die schwarz-rot-goldenen Fan-Accessoires. „Capture the flag“ (Erobere die Flagge) heißt eine Internet-Initiative, die bis zum EM-Abpfiff am 1. Juli läuft. Ein Punktsystem belohnt die Fahnen-Diebe.

 Marlene Weber (69) sitzt an der Seite von Ehemann Gerd (73) und ihren Gartennachbarn Pit (63) und Doris (65) Tauchert vor einer Laube im Gartenverein „Ardeyblick“, gleich neben dem Signal Iduna Park. Und Marlene Weber ist sauer. Noch am Dienstag hatte sie das Konzentrationslager Buchenwald besichtigt. Schon einmal war sie da. Als 14-Jährige. Die menschlichen Überreste der KZ-Häftlinge hatte sie als Kind gesehen. „Mir muss niemand erklären, was Nationalismus ist“, schimpft sie.

Auch die Deutschlandfahne der Taucherts ist in der Nacht zu Mittwoch gestohlen worden. Pit Tauchert weiß sehr-wohl zwischen übersteigertem Nationalismus und Heimatgefühl zu unterscheiden. „Ich identifiziere mich mit unserer Mannschaft. Mehr nicht. Die Fahne soll das zum Ausdruck bringen“, sagt der 63-Jährige, der nach dem Diebstahl nun eine seiner Ersatzflaggen gehisst hat.

 Was ihm an der deutschen Mannschaft gefällt? Auch, dass ihre Spieler ausländische Wurzeln haben. Das Löw-Team also als Spiegelbild der Gesellschaft.  Zu gern würde Tauchert mit den Dieben über Deutschland, Fahnen und Nationalismus diskutieren. „Mein Garten steht offen“, so seine Einladung. Doch dafür fehlt den „Antideutschen“ offenbar der Mut. Sie haben nicht mal ein Bekennerschreiben hinterlassen. 

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