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Knappschafts-Krankenhaus feiert halbes Jahrhundert

DORTMUND 1908 entstand erstmals der Plan, in Brackel ein Krankenhaus zu errichten. Es dauerte 50 Jahre, bis die Knappschaft das Vorhaben in die Tat umsetzte. Erneut 50 Jahre später feiern jetzt Beschäftigte und Besucher ihr „Knappi“. Eine Woche lang stehen ab Sonntag (24.8.) Vorträge, Informationen und kulturelle Veranstaltungen auf dem Jubiläumsplan.

Knappschafts-Krankenhaus feiert halbes Jahrhundert

Verwaltungsdirektor Hugo Weimann (r.) und Marc Pieczka stellten das Jubiläumsprogramm vor.

Als eines der modernsten Krankenhäuser Europas bezeichnete der Vorstandsvorsitzende der Ruhrknappschaft das Knappschaftskrankenhaus in Brackel bei seiner offiziellen Eröffnung. Das war im Juli 1958. Jetzt wird das Spezialkrankenhaus für Bergleute, auch liebevoll „Knappi“ genannt, 50 Jahre alt – und gilt noch immer als innovatives Gesundheitszentrum. Zahlreiche Verjüngungskuren – Sanierungen, Aus-, An- und Umbauten – machten das möglich. „Wir sind stolz auf unseren Standard“, erklärte gestern Verwaltungsdirektor Hugo Weimann. Die „Knappi-Keimzelle“ mit ihren damals ungewöhnlichen Zwei-Bett-Zimmern lieferte eine gute Basis für das Gesundheitszentrum des 21. Jahrhunderts.Norbert Blüm wird Nashornpate In den vergangenen vier Jahren stieg die Zahl der Patienten um 25 Prozent. Inzwischen versorgt das Krankenhaus mit elf Fachkliniken und 451 Betten jährlich mehr als 18 000 Patienten stationär. Mit 890 Mitarbeitern und einem Umsatz von 57 Mio. Euro erreicht das Knappschaftskrankenhaus die Größe eines mittelständischen Unternehmens. Ab Sonntag wird das Jubiläum gefeiert. Die Feierlichkeiten beginnen am Freitag intern mit einem Festakt im Konferenzzentrum des Krankenhauses und einer großen Party für alle Mitarbeiter im Solendo am Hafen. Anlässlich der Feierstunde erhält Norbert, das fliegende Krankenhaus-Nashorn, einen prominenten Paten: den ehemaligen Bundesminister Norbert Blüm.Besuchermagnet Ruhrkohle-Chor Die Öffentlichkeit ist ab Sonntag (24.8.) eingeladen – nicht nur zum Feiern, sondern auch zu Vorträgen, kulturellen Veranstaltungen, Informationen, persönlichen Gesundheitschecks und Besichtigungen. „Wir wollen zeigen, wie wir uns entwickelt haben“, sagt Krankenhaussprecher Wolfgang Skorvanek. Nämlich zu einem zukunftsorientierten Gesundheitszentrum, das zurzeit um ein neues medizinisches Zentrum mit Fachärzten, Apotheke, Sanitätshaus und mehr wächst, das die ambulante und stationäre Versorgung verzahnen soll. Ende des Jahres soll es fertig sein. Die Eröffnung der Festwoche am Sonntag steht im Zeichen des Genießens. Zum Thema „Sehen, Hören, Schmecken“ verbinden sich musikalische Leckerbissen mit kulinarischen. Ab 10.30 Uhr singt der RAG Ruhrkohle-Chor. An den folgenden Tagen stehen Vorträge im Mittelpunkt, u.a. zur Geburtsvorbereitung, zu Herzinfarkt und Schlaganfall, Gelenkschmerzen, Schlafstörungen, Schmerzen und Krebserkrankungen. „Das Thema Prävention wird immer wichtiger“, so Weimann. Abschluss und Höhepunkt der Jubiläumswoche ist der Tag der offenen Tür am Sonntag (31.8.) von 10 bis 17 Uhr, mit Gesundheitstipps, Infoständen, Workshops, Vorträgen und Gesundheitschecks. Im Rahmenprogramm unterhalten Günna, eine Modenschau zur Geschichte der Schwesterntracht, Musik von den Pilspickers und der Walking Steel Band und Rettungsvorführungen der Feuerwehr. Mehr unter: www.kk-dortmund.de

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